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  • »Martin« ist männlich
  • »Martin« ist der Autor dieses Themas

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61

Samstag, 29. August 2020, 23:34

Zitat

Hauptberufliche Stunt-Leute riskieren auch ihre Gesundheit und ihr Leben und werden dafür eben nicht genug gewürdigt.


Ich denke, auf diese Aussage können wir uns einigen. :prost:

Scarpine

Verschlagener Korse

  • »Scarpine« ist männlich

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62

Sonntag, 30. August 2020, 11:28

Absolut, lieber Martin. :prost: Das ging ja auch zu keiner Zeit gegen Tom Cruise und seinen persönlichen Einsatz, sondern gegen das Schubladen-Denken vieler Zuschauer.
Wenn Bond in GoldenEye von der Staudamm-Mauer springt, hört man häufig: "Ist ja nur der olle Stunt-Heini, der für Brosnan da runterhüpft." Von den gleichen Leuten wird Cruise aber dann auf den Schild gehoben nach dem Motto: "Der macht das alles selbst! Ein Wahnsinns-Typ!!" Daran stört mich nicht das verdiente Lob für den Star, der - wie du richtig schreibst - Dinge tut, die nicht in seinem Vertrag stehen und für die er kein Geld zusätzlich bekommt, sondern die Geringschätzung der Arbeit von Stunt-Leuten. Das würde Cruise, der ja aus eigener Erfahrung weiß, welche Schwierigkeiten und Gefahren damit verbunden sind, sicherlich auch nicht gefallen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich vor einigen Jahren alte TV-Ausschnitte von dem Bungee-Stunt sah, wo einer der Journalisten den Stuntman Wayne Michaels, der für Brosnan sprang, sinngemäß recht lapidar fragte, ob er nicht Angst habe, sich zu verletzen, wenn das Seil reiße. Michaels antworte so in etwa "Ich mache mir keine Sorgen. Wenn bei so einem Stunt etwas schiefgeht, kann man sich auch nicht verletzen, nur sterben."
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

  • »Martin« ist männlich
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63

Sonntag, 30. August 2020, 23:46

Wie sang schon Lee Majors so schön: "'Cause I'm the unknown stuntman that made Redford such a star." Wobei die Performer der großen Stunts in den Bondfilmen ja schon öfter erwähnt werden als bei anderen Filmen. Was man weniger auf dem Schirm hat sind die ganzen kleineren Stunts, von denen es in jedem Bondfilm unzählige gibt. Wie etwa der Typ in GE, der nur quer durch das Q-Labor katapultiert wird.

Mit Blick auf Cruise muss man aber auch sagen, dass er teilweise Sachen macht, die in einer anderen Filmproduktion noch nicht mal ein Stuntman machen würde. Ich denke, für diese Burj-Khalifa-Szene hätte man beispielsweise ein Stück des Gebäudes im Studio nachgebaut und das mit CGI kombiniert. Ebenso das Hängen an dem Verkehrsflugzeug.

Scarpine

Verschlagener Korse

  • »Scarpine« ist männlich

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64

Montag, 31. August 2020, 11:55

Wobei die Performer der großen Stunts in den Bondfilmen ja schon öfter erwähnt werden als bei anderen Filmen.
Absolut. Das ist auch ein großes Plus der Bonddokus, dass der Arbeit des Teams und der Stuntmen hier ein breiterer Raum eingeräumt wird.

Mit Blick auf Cruise muss man aber auch sagen, dass er teilweise Sachen macht, die in einer anderen Filmproduktion noch nicht mal ein Stuntman machen würde. Ich denke, für diese Burj-Khalifa-Szene hätte man beispielsweise ein Stück des Gebäudes im Studio nachgebaut und das mit CGI kombiniert. Ebenso das Hängen an dem Verkehrsflugzeug.
Ja, da denkt man bei jeder neuen Sichtung unwillkürlich: "Ist der Mann denn irre?!" 8o Diese zwei Stunts sind für mich auch die stärksten und faszinierendsten, die Cruise bislang gemacht hat. Da kann aus Fallout eigentlich auch nur die Helikopter-Action im Finale (Hängen am Hubschrauber und waghalsige Manöver fliegen) so richtig mithalten. Und das war primär auch der Kern meiner ursprünglichen Kritik: Die zwei Stunts aus Ghost Protocol und Rogue Nation sind perfekt in das filmische Geschehen eingebunden, haben eine stimmige Dramatik und genau das richtige Timing, während viele Stunts aus Fallout den Gestus von "Noch eine halsbrecherische Action-Szene und noch eine und noch eine..." haben und mir zu wenig im Sinne der Handlung dramatisch zugespitzt werden bzw. zum Punkt kommen. Man überschwemmt den Zuschauer mit atemloser Action, anstatt die Stunts, die wirkliche Highlights sind, auch als solche herauszustellen und im Kontext des Handlungsverlaufs effektvoller zu integrieren. Ich hoffe, es wird klar, was ich so ungefähr meine. Ich habe auch absolut Verständnis dafür, wenn man das komplett anders sieht. :)
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Mister Bond

Felix Leiter

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65

Dienstag, 29. September 2020, 11:42

Wie sang schon Lee Majors so schön: "'Cause I'm the unknown stuntman that made Redford such a star."

Richtig. Ich mag auch den Song, Lee Majors himself :rolleyes:

Muss mal wieder Cruise verteidigen, weil es wohl vergessen wird: Er macht seine Stunts selbst, ansonsten hat er ein großes Stuntteam um sich. Da wird niemand nicht gewürdigt.
Ist halt ganz normal, wenn der Star des Films, der die Stunts selber macht, auch mehr erwähnt wird. Das war auch schon bei Jean-Paul Belmondo so.

Ps.: auch wenn ich Rogue Nation nach dem ersten und Fallout für den besten Teil halte, aber die Szene am Flugzeug war spektakulär, hat aber dramaturgisch bei weitem nicht die Tragweite des irren Fallout Finales und ist in Endeffekt dramaturgisch auch nicht so wichtig für den Fortlauf des Films. Da halte ich lieber nochmal mit dem Fallschirmsprung in Fallout dagegen.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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66

Mittwoch, 4. November 2020, 06:32

Ich habe jetzt die ersten fünf Filme hintereinander geschafft.
Keine Frage: großes Action-Kino. Allerdings immer wieder der Rückgriff auf "Rififi"!


Was mir eindeutig fehlt, ist das, worauf Sean Connery gesteigerten Wert legte.In seiner Ansprache anlässlich seines Empfangs des Cecil B. DeMille-Awards sagte er:
"Truthfully it´s the stuff in between the punches, the shootings and the car-crashes, that really counts. The scenes between the men and the women, they try to say something about how we really behave, how we really feel. That´s ultimately, what moves people and sends them to the theatres, pays to see our films. In other words: I prefer my audiences stirred, not shaken!"

Dieser Bereich kommt in den Mission-Impossible-Filmen EINDEUTIG zu kurz, wenn auch ein paar zaghafte, interessante Ansätze da sind.
Wer ist Ethan Hunt. Ich will Hintergründe, Denk-Schulen, persönliche Konflikte, oder eben eine Antwort darauf, wie er es schafft, keine zu haben.
Nummer 007 in der Mitgliederliste!
God save the Queen!

Mister Bond

Felix Leiter

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67

Mittwoch, 4. November 2020, 08:51

Meiner Meinung arbeitet die Mission: Impossible Reihe den Charakter Ethan Hunt sehr viel besser ab, ohne es zu übertreiben. Gerade die Teile 3 bis 6 dienen dazu: Was ihn motiviert, was für ihn wichtig ist. Nur im zweiten Film ist er ein sehr flacher, beinahe unsympathischer Hochglanz-Cooler Typ.
Das Schöne: Auf Hunt ist Verlass und er hat immer noch "Bock" 8)

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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68

Mittwoch, 4. November 2020, 11:31

Meiner Meinung arbeitet die Mission: Impossible Reihe den Charakter Ethan Hunt sehr viel besser ab, ohne es zu übertreiben. Gerade die Teile 3 bis 6 dienen dazu: Was ihn motiviert, was für ihn wichtig ist. Nur im zweiten Film ist er ein sehr flacher, beinahe unsympathischer Hochglanz-Cooler Typ.
Das Schöne: Auf Hunt ist Verlass und er hat immer noch "Bock" 8)
Vielleicht sollte ich mir tatsächlich mehr Mühe geben, unter dem ganzen "Schieß-mich-tot-action-brutalo-Kram" diese Charakter-Ausarbeitung zu sehen!
Aber im letzten Punkt kann ich Dir sofort zustimmen! Sympathisch ist der Junge!!! ... das kann Tom Cruise gut: dieses strahlende Lächeln!!! :D
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  • »Mr. Fogg« ist männlich

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69

Mittwoch, 4. November 2020, 13:07

Habe gerade mit M:I - Fallout angefangen!

Wenn man bedenkt, dass er 2018 nur zwei Jahre jünger war als Roger Moore in AVTAK, dann muss man Tom Cruise zugestehen: Verflixt gut gehalten!!!
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Mister Bond

Felix Leiter

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70

Donnerstag, 5. November 2020, 15:46

Hättest auch schreiben können: "Genau so alt wie in Octopussy." ;)

Ich habe übrigens auch geschrieben M:I Teile 3 bis einschließlich 6.
Für mich kommt Hunts Wesen da perfekt rüber und das komplett ohne einen psychologischen Holzhammer.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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71

Donnerstag, 5. November 2020, 17:58

Hättest auch schreiben können: "Genau so alt wie in Octopussy." ;)
Ist richtig! Tom Cruise hat die Eigenschaft, lange "jung" zu bleiben.

Ich habe übrigens auch geschrieben M:I Teile 3 bis einschließlich 6.
Für mich kommt Hunts Wesen da perfekt rüber und das komplett ohne einen psychologischen Holzhammer.
Den "psychologischen Holzhammer" sehe ich auch - in Spectre!
Andererseits liegen uns über Hunt natürlich - verglichen mit Bond - verflixt wenig Hintergrund-Informationen vor. Es gibt bei ihm demzufolge auch keine "Haken, Ösen und andere Holprigkeiten". Bond ist in dem Sinne schon interessanter. Schon literarisch ist er ergiebiger.
Aber, ok: Für die abendliche Erholung mag auch Hunt gehen. Spaß haben mir die Filme jedenfalls gemacht.
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