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00Beisser

Grand Slam

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141

Montag, 4. Januar 2016, 15:33

Die Meinungen gehen da scheinbar ziemlich auseinander.
Hab den ersten Schweiger Tatort damals gesehen und fande ihn eigentlich als Sonntag Abend Unterhaltung ganz gelungen. Es war halt nie und nimmer ein Tatort.

Was mich so aufregt ist die Tatsache, dass der Kerl einfach so wahnsinnig selbverliebt und desillusioniert ist. Man schaue sich mal seinen Facebook Post an - an Peinlichkeit nicht zu überbieten!
Sonst macht er immer so einen auf tolerant und will sich ständig profilieren (siehe Flüchtlingspolitik), aber den Tatort und seine Zuschauer will er auf Biegen und Brechen verändern (Tatort Vorspann ist Scheiße, die anderen Kommissare sind stinklangweilig, Handlung ist langweilig etc...).

Da frage ich mich schon warum macht er denn nicht seine eigene Serie? Angst vor schlechten Sendezeiten? Keine gesicherte Finanzierung? Da kann er sich doch in seinen Ballerorgien als 0815 Action Held profilieren, aber er soll doch bitte den Sonntag Abend auf ARD anderen überlassen.

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

  • »Don-Corleone« ist männlich

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142

Montag, 4. Januar 2016, 15:41

Theoretisch müssten ja seine Filme ja gar nicht unter dem Label "Tatort" laufen. Er hat sein Publikum, er zieht sein Ding durch (das muss ich ihm lassen) und von daher brauch er sich doch eigentlich gar nicht in diese Situation begeben. Ich finde aber auch, da gebe ich euch vollkommen Recht, er ist extrem kritikempfindlich. Ich verstehe gar nicht, warum er meint jeden "missionieren" zu müssen. Klar ist das beliebte "Schweiger Bashing" oft übertrieben, aber warum juckt ihn das ? Wenn z.B. ein Tom Cruise für sowas empfänglich wäre, dann gebe es täglich solche Facebook Einträge von ihm :D
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Maibaum

00-Agent

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143

Montag, 4. Januar 2016, 16:03

Weil er anscheinend es (nicht zu Unrecht) als unfair empfindet. Weil es vielen so viel Spaß macht alles was er macht schlecht zu machen, und zwar mit derben Worten. I

Er offenbart da jetzt nur wie sehr ihn das verletzt, macht sich dadurch aber noch verwundbarer.

  • »TheSilencer« ist männlich

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144

Dienstag, 5. Januar 2016, 07:33

Schweiger hat Recht

Teil 1 (Willkommen in Hamburg) war ein Novum und trieb dem verschnarchten öffentlich-rechtlichen Krimi die Tradition aus den Knochen.
Teil 2 (Kopfgeld) schloß auf ähnlichem Niveau an.

Die Teile 3 und 4 (Der große Schmerz, Fegefeuer) hatten einfach mal das Pech, schon im Vorfeld negativ belegt worden zu sein.
Schweiger büßte durch seine Äußerungen zur "Flüchtlingspolitik" im TV und auf Fratzenbuch viele Sympathien ein. Den einen spuckte er in den Kaffee, weil jeder Kritiker als Idiot hingestellt wurde, und jene, die ihn frenetisch feierten, wurden enttäuscht, weil aus seinen großen Sprüchen und dem Luxus-Wellness-Heim nix wurde.
Zum anderen tut eine Sendeplatzverschiebung einem Projekt nie gut.

Blendet man das alles mal aus, hat Schweiger mit seinem aktuellen FB-Post einfach recht: mit dem Budget, mit dem andere mehr oder minder spannende Krimis drehen, hat das Schweiger-Team Action-Filme abgeliefert, die es im deutschen TV so nicht gibt.

Natürlich nervt seine Familien-Besetzung. Luna kann noch weniger sprechen als ihr Vater und müßte untertitelt werden. Klar gibt es Logiklöcher. Natürlich fragt man sich, wieviel Tschiller gesundheitlich noch so alles an Verletzungen aushält.

In anderen Tatorten werden Alkoholiker, Psychopathen und Phantasie-Figuren als Kommissare ins Rennen geschickt.
Genauso könnte man sich über die Randgruppen-Quoten-Besetzungen der anderen Tatorte aufregen. Das wäre aber nicht politisch korrekt. Da ist es einfacher, abgrundtief deutsch zu sein: schlecht machen, was aus dem eigenen Stall kommt.

Ja, ich spiele mit dem Gedanken mir Off Duty im Kino anzuschauen. Schon alleine das lässige Spiel von Fahri Yardim ist das Geld wert (dem ich im übrigen einen eigenen Tatort wünsche, wenn Schweiger keinen Bock mehr hat).

Laut BILD hat Schweiger für drei weitere Folgen unterschrieben. Schon die Neugierde, wie man Tschiller, der Hamburg zerlegt hat, im Polizeidienst halten wird, wird mich einschalten lassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TheSilencer« (5. Januar 2016, 11:07)


Maibaum

00-Agent

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145

Dienstag, 5. Januar 2016, 12:25

Mal sehen.

Die Quoten waren jedenfalls für einen Tatort enttäuschend, und noch enttäuschender gemessen an den Top Quoten der ersten beiden.

DanielCraig

unregistriert

146

Dienstag, 5. Januar 2016, 21:39

Für mich war schon nach dem ersten "Schweiger Tatort" Schluss.
Die meisten haben wohl abgeschaltet, weil sie das Genuschel von Till Schweiger nicht verstanden haben. Original deutsche Fassung mit deutschen Untertitel wäre da wohl eher angebracht. :D

Maibaum

00-Agent

Beiträge: 818

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147

Dienstag, 5. Januar 2016, 23:27

Also ich hatte noch nie ernsthafte Probleme ihn zu verstehen. Wichtiger als die Sprache sind ohnehin die Bilder, und die stimmen.

  • »TheSilencer« ist männlich

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148

Mittwoch, 6. Januar 2016, 07:03


Die Quoten waren jedenfalls für einen Tatort enttäuschend, und noch enttäuschender gemessen an den Top Quoten der ersten beiden.


Bei Einschaltquoten von 8,24 Millionen und 7,69 Millionen von einem "Flop" zu sprechen (nicht Du; die Medien) ist schon albern. Da wäre die ganze Serie im Durchschnitt ein Flop. Zumindest nach der (nicht aktuellen) Aufstellung auf Wikipedia.

An der Erwartung von Herrn Schweiger gemessen, der mit Alien-Augen-Helene den Quotenhit landen wollte, gebe ich Dir natürlich recht. Schweiger ist clever genug im Geschäft; der hat mit Sicherheit eine Klausel in seinen Verträgen, mit denen er unbeschadet aussteigen kann.

Daher, yo!, "mal sehen". 8)

Zum Thema Nuscheln: Klar, die Sprechübungen mit dem Korken zwischen den Zähnen, hat Schweiger ein wenig verpaßt. Aber mir geht es mittlerweile bei einigen deutschen Produktionen im TV so, daß ich einige Dialoge nicht verstehe. Mag sein, daß ich mit fortschreitendem Alter schwerhörig werde, aber mir drängt sich der Verdacht auf, daß der Sparwahn auch auf Nachvertonungen (quasi das Synchronisieren undeutlicher Passagen) Auswirkungen hat.

Maibaum

00-Agent

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149

Mittwoch, 6. Januar 2016, 10:33

Sicher kein wirklicher Flop, aber gemessen an den Erwartungen schon. Wenn SP in Deutschland nur 3 Mio Zuschauer gezogen hätte, würden viel ihn auch als Flop empfinden, auch wenn es immer noch ein Wert ist von dem die meisten anderen träumen.

Aber gemessen an diesen Durchschnittswerten für 2013 -15 auf Wiki wäre das für einen Tatort tatsächlich bemerkenswert schwach. Da läge nur der Luzern Tatort drunter. Das verblüfft mich etwas. Zumal das doch vom Paket her stark aussah, und dieser Helene Fischer Auftritt doch auch eher neugierig macht.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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150

Montag, 25. Januar 2016, 16:39

Gestern mal ein überzeugender Saarbrücker Tatort.
Ohne zu viel Klamauk, sondern ein interessantes Thema (Gehörlose) in eine spannende Geschichte gepackt.
Dass es am Schluss etwas überladen und daher auch vorhersehbar war, macht nichts.
Kommissar Stellbrink hat mir diesmal gut gefallen das war schon ganz anders.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Havanna

MI6 Staff

  • »Havanna« ist männlich

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151

Montag, 25. Januar 2016, 17:42

Finde ich auch persönlich schön, dass Saarbrücken sich mal nicht blamiert hat.:)

stromberg

MI6 Staff

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152

Montag, 25. Januar 2016, 18:24

Echt jetzt? Ich bin ja schon seit Jahren passionierter Tatort-Verweigerer, nur hin und wieder schaue ich mir einen Tukur an (nachdem mir inzwischen auch Thiel/Börne seit geraumer Zeit auf den Senkel gehen). Den Saar-Tatort schaue ich dann aber doch meistens an - man ist ja schließlich doch Lokalpatriot und möchteh wissen, worüber sich die Leut schon wieder so aufregen. Diesmal habe ich abgeschenkt, obwohl der Totalverriss im Spiegel schon darauf hingedeutet hat, dass er möglicherweise mal halbwegs brauchbar sein könnte...
Mr Stromberg is a very busy man. His time is precious.

DanielCraig

unregistriert

153

Samstag, 6. Februar 2016, 17:04

Nick Tschiller is ne Pussy... :D


  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

Beiträge: 1 805

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154

Samstag, 6. Februar 2016, 19:35

Wenn etwas nach Parodie oder Satire schreit, ist Herr Böhmgartner nicht weit.

'Tschiller: off duty', allein schon der Titel ist ja mal gut gewählt...

Aber ich möchte ja nichts sagen, jedes Genre hat seine Daseinsberechtigung. Tschiller wird "bestimmt" in der Criterion Collection veröffentlicht mit Audiokommentar von zwei Experten des deutschen Films: Wim Wenders und Volker Schlöndorff :D
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

DanielCraig

unregistriert

155

Sonntag, 7. Februar 2016, 12:27

Ich finds geil, dass der olle Tschiler auf die Schippe genommen wird. :D
Aber ich möchte ja nichts sagen, jedes Genre hat seine Daseinsberechtigung. Tschiller wird "bestimmt" in der Criterion Collection veröffentlicht mit Audiokommentar von zwei Experten des deutschen Films: Wim Wenders und Volker Schlöndorff
Aber nicht doch! Tschiller - off duty in der "Criterion Collection"? Das wärs... :haha:

Scarpine

Verschlagener Korse

  • »Scarpine« ist männlich

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156

Samstag, 25. Juli 2020, 19:28

TatortStrandgut

Eine der ganzen frühen Folgen der Reihe aus den Anfangsjahren. Mit Klaus Schwarzkopf (Drei Männer im Schnee, Einer von uns beiden) als Kommissar Finke und einem noch blutjungen Assistenten Wolf Roth, der später zum Idealtyp des ergrauten, charismatischen Edelganoven in fast allen großen deutschen Krimiserien - vor allem aber in Derrick - der 1980er und 1990er Jahre avancieren sollte. Der Fall spielt 1972 im hohen Norden und vorwiegend an der See. Finke muss mehrere Rätsel lösen und wird immer wieder mit neuen Wendungen konfrontiert. Neben zwei mysteriösen Todesfällen geht es auch um Zuhälterei, Erpressung und die Verflechtung eines bedrohten lokalen Spitzenpolitikers. Finke und dem Zuschauer wird natürlich schnell klar, dass die beiden innerhalb weniger Tage am Strand angespülten Frauenleichen zusammenhängen müssen. In den Nebenrollen sieht man so versierte Darsteller wie Rolf Zacher, Ulrich Matschoss, Ingeborg Schöner, Heidy Bohlen und den wie immer großartigen Wolfgang Kieling (Polizeirevier Davidswache, Torn Curtain).

Leider ist die Bildqualität bei den ganz alten Tatort-Episoden nicht mehr sonderlich gut. Die Sendekopie hatte sichtlich verblasste Farben, eine arg krümelige Körnung und viele Fragmente im Negativ. Angenehm ist, dass wirklich durchweg der Kriminalfall und die vielen reizvollen falschen Fährten im Mittelpunkt stehen, und man nicht mit den heutzutage bedauerlicherweise allgegenwärtigen privaten Frotzeleien der Ermittler und kruden Psychospielchen konfrontiert wird. So korrespondiert Wolfgang Petersens etwas sehr schleppende Inszenierung ziemlich gut mit dem - dem städtischen Uhrwerk und sozialen Termindruck entrückten - Zeitgefühl auf einer idyllischen (Urlaubs-)Insel. Natürlich wirkt Strandgut heute etwas antiquiert, aber das Seherlebnis war dadurch auf angenehme Art und Weise ungemein nostalgisch. Und obwohl ich schon sehr krimierfahren bin, habe ich den finalen Doppel-Twist dann doch nicht ganz kommen sehen. Chapeau, Herr Petersen.
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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157

Montag, 27. Juli 2020, 08:08

und man nicht mit den heutzutage bedauerlicherweise allgegenwärtigen privaten Frotzeleien der Ermittler und kruden Psychospielchen konfrontiert wird.

Das beobachten wir seit ein paar Jahren leider irgendwie auch bei den Bond-Filmen, oder nicht :S ?