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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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Montag, 24. März 2014, 11:46

Das Villain-Spiel - Diskussions-Begleitthread

Hier her bitte alle Diskussionen rund um das Villain-Spiel.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Kronsteen

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2

Montag, 24. März 2014, 12:26

Das geht ja wirklich gut los! :thumbsup:

- 1 Punkt: Gustav Graves / Col. Moon (DAD)
- 2 Punkte: Elektra King / Renard (TWINE)
- 3 Punkte: Dominic Greene (QOS)


3 Punkte: Dominic Greene (QOS)
2 Punkte: Elektra King / Renard (TWINE)
1 Punkt: Gustav Graves / Col. Moon (DAD)
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Count Villain

Schurkengraf

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3

Montag, 24. März 2014, 12:40

Wobei ich gestehen muss, dass ich zuerst Sanchez mit + 1 Punkt hatte (es war also nicht komplett Anti-Kronsteen ;) ) und nur umgeändert habe, nachdem ich auch 00Beissers Beitrag gesehen habe.
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

Don-Corleone

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4

Montag, 24. März 2014, 13:08

Coole Idee mit dem Spiel :thumbup: Hier muss man auch taktisch wählen :D
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Maibaum

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5

Montag, 24. März 2014, 13:12

Ach, Herrje, schon wieder so ein Sch...Spiel ... ich bin dabei ... ;)

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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6

Montag, 24. März 2014, 13:30

Ich pack das mal hier her:

Wo ist Kronsteen? Sehe den schon gleichberechtigt mit Klebb. Mr White bei CR würde ich weglassen, da schon eher Gettler. Ich hätte eher jede Person einzeln gewertet, aber gut, die Regeln macht der Erfinder.


Um in meiner Liste aufgenommen zu werden, mussten die Figuren eine der beiden folgenden Eigenschaften erfüllen:
  • Der Ober-Boss sein
  • Als direkt dem Oberboss Untergebener mit einer eigenständigen Handlungsfreiheit direkten Kontakt mit Bond habend


Kronsteen ist aber weder Boss, noch tritt er mit Bond in Interaktion. Daher war er - leider leider (man kann unschwer erahnen, dass ich seine Figur liebe :D ) - nicht geeignet.

Mr. White als (vermeintlicher) Oberboss (auch wenn er das vielleicht nicht ist - aber wir kennen ja keinen anderen) passt da wiederum rein.
Gettler ist für mich ein klassischer Henchman.

Einzelfiguren wollte ich nicht verwenden, da ich die Villains der Filme gegenüberstellen wollte.
Diese Konstellation der Einzelpersonen haben wir ja schon bei der "heiligen Kuh".
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Django

Der Andere

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Montag, 24. März 2014, 14:54

Echt schwierig... Aber zum Glück habe ich für Runde 1 noch gute 9 Monate Zeit :D. Sehr gute Villains gibt es viele, so richtig schlechte dafür m.E. eigentlich keine, sehr wohl aber ein paar mittelmässige. Dennoch wird Silva mit ziemlicher Sicherheit ordentlich Minuspunkte von mir abkriegen - ganz einfach, weil mir der Typ unheimlich auf 'n Sack geht und einfach nicht in einen Bond-Film passt (eher in einen B-Psycho-Thriller).

Kronsteen

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Montag, 24. März 2014, 14:57

@ Dr. moVe

Sind die Villains Deiner Bestenlisten-Filme Nr. 18 und 24 wirklich in den Top 3 oder liegt da irgendwie ein Missverständnis vor?

Beitrag von heute:

3 Punkte: Dominic Greene (QOS)
2 Punkte: Elektra King / Renard (TWINE)
1 Punkt: Gustav Graves / Col. Moon (DAD)


Beitrag im Mai '13:

Filme

1. QUANTUM OF SOLACE

18. THE WORLD IS NOT ENOUGH

24. DIE ANOTHER DAY


Villain

1. Auric Goldfinger (Gert Fröbe)
2. Maximilian Largo (Klaus Maria Brandauer)
3. Raoul Silva (Javier Bardem)


Vor einem knappen Jahr hattest Du auch noch komplett andere Villains oben.... :ka:

Oder ist das alles taktisch? ;)


@ Django
Habs abgeändert. ;)
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Count Villain

Schurkengraf

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Montag, 24. März 2014, 15:10

@ Kronsteen

Meinungen können sich ändern und Villains durchaus auch besser sein als der Gesamteindruck des Films. DAD ist auch weit unten in meiner Bestenliste, was aber nicht am Schurken liegt. Den finde ich als militaristischen Hardliner, der sein Alter Ego lediglich als hilfreiche Fassade und Mittel zum Zweck benutzt, durchaus adäquat gezeichnet. Dass es besser gewesen wäre, aus Graves einen eigenständigen Strohmann-Charakter für Moon zu machen, kann ich der letztendlichen Interpretation auch nicht wirklich anlasten.

Und außerdem sagt ja keiner, dass taktisches Werten verboten wäre. ;)

Ich habe Graves den einen Punkt schließlich auch nur wegen der vorhergehenden Minus-3-Klatsche zugestanden, sonst hätte ich Sanchez dorthin gesetzt. :angel:
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

Dr. moVe

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Montag, 24. März 2014, 21:19

@ Dr. moVe

Vor einem knappen Jahr hattest Du auch noch komplett andere Villains oben.... :ka:

Oder ist das alles taktisch? ;)


Ja, alles total 'taktisch' natürlich ! :D
Schließe mich da ganz Count Villan an... (Unsere Plus-Punktevergabe ist in der Runde hier ja absolut identisch :prost: ! )
Nach gleich mehreren Minus-3-Klatschen gegen Gustav Graves und Dominic Greene fühlte ich mich dazu veranlaßt hier klar gegenzusteuern.
Beide Figuren halte ich nämlich von der Mehrheit des allgemeinen Fandoms für unterschätzt und werden meiner Meinung nach zu unrecht von vielen als Dauer-Nieten gebrandmarkt.
Auch das Duo Elektra King / Renard bin ich stets am verteidigen - gleiches gilt für den Film in dem sie agieren.
Was nicht etwa heißt das TWINE einer meiner Top-Kandidaten wäre.
Sondern nur das ich ihn für besser halte als sein allgemeiner Ruf, der stets schwächer wirkt, als der von GE, den ich wiederum für überbewertet halte.

Somit kann ich dich beruhigen Kronsteen. In meinen ganzen Bestenlisten hat sich seit letztem Jahr nichts verändert. Auch nicht bei den Villians:

1. Auric Goldfinger (Gert Fröbe)
2. Maximilian Largo (Klaus Maria Brandauer)
3. Raoul Silva (Javier Bardem)

Hätte sich irgendwas an meinen Listen verändert, hätte ich sie längst, wie Du, aktualisiert. Aber meine Kandiaten sind im Moment alle irgendwie ziemlich gesetzt.
Ich liebe eigentlich auch das Duo Blofeld / Emilio Largo (TB) - aber nach gleich 2 Top 3-Wertungen hintereinander, wollte ich auch hier eine kleine Gegenstimme bilden.
Schließlich soll unser Spielchen ja interessant werden...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (24. März 2014, 21:26)


Kronsteen

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Dienstag, 25. März 2014, 11:58

Es muss sich ja auch keiner für seine Abstimmung rechtfertigen. ;)
Ich wollte nur sicher gehen, dass es nicht irgendwelche Missverständnisse bzgl. der Spielregeln gibt. Und da Du mir nicht gerade als großer Fan der Brosnan-Filme bekannt bist, dachte ich, ich frage lieber mal nach. :)

Ich möchte auch nochmal betonen, dass es jede Woche hier nur drum geht, dass der Letztplatzierte rausfällt. Wer die jeweilige Woche evtl. gewonnen hat, spielt keine Rolle.

Und ich muss auch zugeben (auch wenn es vielleicht profan klingen mag), dass mein taktisches Wahlverhalten sich darauf beschränkt, dass ich meine Lieblingsfiguren mittels Pluspunkten pusche, während ich die Ungeliebten eben mit meinen Minuspunkten rausmobben will.
Das hab ich auch schon beim Titelsondspiel so gehalten, dass ich bei meiner Stimmabgabe nicht auf die Wahl der anderen geschaut habe.
Das kann aber natürlich jeder halten wie er will.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Dr. moVe

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Montag, 12. Mai 2014, 21:40

- 1 Punkt: Ernst Stavro Blofeld (OHMSS)
- 2 Punkte: Max Zorin (AVTAK)
- 3 Punkte: Ernst Stavro Blofeld / Emilio Largo (TB)

Eigentlich mag ich alle meine 3 Minus-Kanditaten dieser Runde. Als Bondfan sind sie alle 3 'kult' für mich.
Jedoch halte ich sie alle 3 für - von der Allgemeinheit des Fandoms - überwertet.
Telly Savalas und Adolfo Celi profitieren meiner Meinung mach weniger von ihren jeweiligen Rollen oder ihrer Performance-Leistung als Bondschurke, als von der Aura der bedeutenden Bondklassiker in denen sie mitspielen.
Noch gravierender sehe ich das bei Christopher Walken, der eigentlich einer meiner 10 ultimativen Lieblungsschauspieler ist.
Jedoch der Part des Max Zorin dürfte einer der schlecht geschriebensten Rollen seiner Karriere sein.
Ich denke mal ohne den besonderen Kultfaktor den Christopher Walken als Star nunmal besitzt, und der damit verbundenen Ehrfurcht, mit der viele Bondfans diesem Oscargewinner 'begegnen', würde die Bewertung des AVTAK-Schurken deutlich kritischer ausfallen.

Javier Bardem
und Klaus Maria Brandauer sind beispielswiese ebenfalls beide hochkarätige Darsteller, die über die Jahre Oscarnominierungen - und Prämierungen erhielten. Dennoch bedeutet das nicht, das sie nur weil sie einem Bondfilm mitspielen, weniger stark aufspielen als sonst. Walken's Franchise-Part halte ich dagegen, gemessen am darstellerischen Potential des Schauspielers, über weite Strecken für verschenkt.

- 3 Emilio (mit Blofeld als Kollateralschaden)

TB-Blofeld so schlimm, Feirefiz?

Im Gegenteil, Blofeld habe ich ja sozusagen ausgenommen, aber von den Connery-Gegenspielern finde ich Emilio am farblosesten. Und Sanchez, Kronsteen? Falscher Film?

Nicht unbedingt. Ich finde Sanchez tatsächlich stark, sehr stark sogar. Neben dem bereits erwähnten taktischen Geplänkel kommt für mich noch dazu, dass ich ihn irgendwie sympathisch finde. Hört sich zwar komisch an, aber ich empfinde seinen Tod schon fast schade. Und so sollte es nicht sein in einem Bondfilm. Er ist berechenbar, seine Handlungen sind nachvollziehbar und von Logik und klarem Kopf geprägt. Das passt zu LTK, aber wie Du schon richtig mutmaßt ist es nicht meine liebste Bond-Schiene. Ich mag durchgeknallte und überdimensionale Villains lieber als nüchterne, sachliche. Aber Sanchez ist stark, keine Frage!!

Jawohl, die Rolle des Sanchez ist berechenbar, aber dennoch hervorragend gespielt.
Robert Davi konnte erstaunlich gut Akzente setzen in seiner Sprechweise, sodass man ihn für einen Kolumbianer hält (in seiner Rolle in License to kill!)
[...]
Neutral beurteile ich die meisten Geschöpfe die sich als Bondbösewicht versuchten, aber die drei eben genannten sind noch lange nicht die einzigen Sieger.

Minus 1: Kojak
Minus 2: Koskov (im Film "Gnadenlos" von 1986 war die Darstellung des Schauspielers hingegen gut, vielleicht auch wegen der Gordon Gekko Synchro).
Minus 3: Goldfinger - auch wenn man mich dafür steinigen wird...(trotz seiner Beliebtheit erschien er mir teilweise eher albern als gefährlich, aber dafür war Connery in diesem Film in Bestform)

Kronsteen's Erläuterung bezüglich Sanchez finde ich sehr interessant. Ich habe es noch nie als störend wahrgenommen wenn ein Villain Sympathie-Punkte sammelt oder seine Handlungen berechenbar sind.
Dies ist ein Bewertungskriterium das ich bisher so nicht berücksichtigt habe. Hierdurch werden einige Wertungen - auch von anderen Usern - nun nachvollziehbarer für mich.

Maibaum

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13

Montag, 12. Mai 2014, 21:41


Noch gravierender sehe ich das bei Christopher Walken, der eigentlich einer meiner 10 ultimativen Lieblungsschauspieler ist.
Jedoch der Part des Max Zorin dürfte einer der schlecht geschriebensten Rollen seiner Karriere sein.
Ich denke mal ohne den besonderen Kultfaktor den Christopher Walken als Star nunmal besitzt, und der damit verbundenen Ehrfurcht, mit der viele Bondfans diesem Oscargewinner 'begegnen', würde die Bewertung des AVTAK-Schurken deutlich kritischer ausfallen.


Das finde ich jetzt gar nicht. Walkens enthusiastische Performance ist das Winzige was AVTAK vor dem totalen Absturz bewahrt. Witzigerweise hatte ich ihn noch vom Kino her als sehr schwach in Erinnerung, und war erstaunt wie gut er hier ist. Schade daß er nicht in einem anderen Bond mitspielte.

Dagegen ist Bardem in SF verblüffenderweise nur halb so gut wie in allen anderen Filmen aus den letzten Jahren.

Feirefiz

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Montag, 12. Mai 2014, 22:45

Ich finde Sanchez tatsächlich stark, sehr stark sogar. Neben dem bereits erwähnten taktischen Geplänkel kommt für mich noch dazu, dass ich ihn irgendwie sympathisch finde. Hört sich zwar komisch an, aber ich empfinde seinen Tod schon fast schade. Und so sollte es nicht sein in einem Bondfilm. Er ist berechenbar, seine Handlungen sind nachvollziehbar und von Logik und klarem Kopf geprägt.
Wenn er nicht gerade in die Enge getrieben wird, dann nützt einem weder Aufrichtigkeit noch Prinzipientreue - bzw. -reiterei, wie grausam Truman-Lodge (ein gewissermaßen sprechender Name) erfahren muss, wenngleich man ihm wohl vorwerfen kann, dass er in dieser Extremsituation die Schwerpunkte seiner Loyalität neu hätte setzen müssen.

Diese Diskussion erinnert mich an eine Umfrage, die unser faktischer Ex-Kollege Dalton ist Bond vor längerer Zeit einmal gestartet hatte und bei der eine Weile Diskussionsgegenstand war, ob nach dem besten ODER dem sympathischsten Bond-Gegenspieler gefragt wurde bzw. ob das nicht ein und dasselbe sei. Nicht nur meine Ansicht war, dass dies nicht dasselbe ist, dennoch war, wenn ich mich nicht gänzlich falsch erinnere, auffällig, dass - egal wie man das verstand - besonders drei Namen häufig genannt wurden: Goldfinger, Sanchez, Scaramanga. Alle drei halte ich auch für Top-Villains, Auric ist meine Nummer 1, Sanchez meine Nummer 2, in der Villain-Umfrage, "mit wem ich am ehesten einen trinken würde", entschied ich mich aber für Sanchez, gerade wegen seiner partiellen Berechenbarkeit, während Goldfinger, dieser verzogene Wonneproppen, ausnahmslos jeden seinen Plänen aufopfert (siehe Oddjob). Und obwohl ich Goldfinger auch nicht in meinem Bekanntenkreis haben wollte (Sanchez in der Realität allerdings auch nicht), ist er doch auf seine linkisch-aufrichtige Art absolut hinreißend und diesseits des Bildschirms bzw. der Leinwand auch liebenswert. Und wenn es neben Sanchez einen Villain gibt, der für Bond-Verhältnisse berechenbar ist (außer auf seine ganz besondere Weise Blofeld in seinem in allen Inkarnationen konstanten Größenwahn), dann ist es Scaramanga, der mit dem guten alten Franz nicht nur den Vornamen, sondern sogar die Initialien teilt. Auch er spielt ein fast faires Spiel: Ist er deshalb ein untypischer Bösewicht oder TMWTGG ein untypischer Bond? Aber bevor die alte Diskussion an neuer Stelle aufflammt, schließe ich für heute. Es lebe in unserem Forum auch weiterhin die Uneinigkeit im Detail bei Übereinstimmung in der Sache!
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (12. Mai 2014, 23:10)


Mister Bond

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Montag, 12. Mai 2014, 23:04

Ich merke gerade, dass sich Dr. Moves und meine Meinung zu den Villains total unterscheiden.
Zwar mag auch ich, alle Übriggebliebenen, aber einen Maximilian Largo und Werthers Original Opa einem Schurken wie Emilio und den mysteriösen Blofeld vorzuziehen, nein, nicht nur vorzuziehen, sondern auch noch das TB-Paar seit einigen Runden auf den letzten Platz zu stellen :thumbdown:
Gilt auch für Feirefiz :P

Kronsteen, ich werde dir aber zur Seite stehen :)

Und Zorin sowie Savalas' Blofeld, da sehe ich auch schauspielerische Stärken bei diesem Paar als bei Silva und Sanchez.
Silva ist ja, ähnlich wie Maximilian, eine Karikatur. Muss ja nichts schlechtes heißen. Sanchez gehört für mich auch eher in einen Lethal Weapon oder Die Hard Film.


Aber alles in allem finde ich die letzten Runden ganz gut. Lieber offen taktieren, als "angeblich" nur für seine Favoriten zu stimmen.

Kronsteen

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Montag, 12. Mai 2014, 23:16

Ich habe mal die Beiträge, die keine Werung beinhalten, vom Punktevergabethread hier her kopiert.

Es lebe in unserem Forum auch weiterhin die Uneinigkeit im Detail bei Übereinstimmung in der Sache!


Das macht das Forum ja auch spannend. :)

Kronsteen's Erläuterung bezüglich Sanchez finde ich sehr interessant. Ich habe es noch nie als störend wahrgenommen wenn ein Villain Sympathie-Punkte sammelt oder seine Handlungen berechenbar sind.
Dies ist ein Bewertungskriterium das ich bisher so nicht berücksichtigt habe. Hierdurch werden einige Wertungen - auch von anderen Usern - nun nachvollziehbarer für mich.


Ich versuche, es mal etwas näher zu beleuchten:

Mit "Sympathie" meine ich bei Sanchez v.a. den Umstand, dass er - im Gegensatz zu allen (auch Scaramanga) anderen Villains - Bond nicht erkennt, sondern von diesem hinterrücks ausgespielt wird.
Vielleicht ist es auch das, was mich bei LTK stört - sprich, was mich zur häufig wiederholten Aussage verleitet, LTK sei ein sehr guter Film, aber kein wirklicher Bondfilm.
James Bond ist in diesem Film fies, unehrenhaft und intrigant.
Normalerweise ist das Duell Bond vs. Villain von einem gegenseitigen (Er-)Kennen beider Seiten geprägt. Bond gibt in OP Kamal eindeutig zu erkennen, dass er sein Würfelspiel durchschaut hat. Nur durch diese Offenheit kann das Duell ehrlich und gerecht werden. Ein klares Schwarz vs. Weiß, Gut vs. Böse! Schon fast ritterlich fair geht man miteinander um. So wie z.B. ein Drax Bond in Kalifornien davon fahren lässt, obwohl dieser seinen Tötungsplan durchkreuzt hat. Man wähnt Drax förmlich "Glückwunsch, diese Runde geht an Dich, aber wir sehen uns wieder" sagen.
Und wenn diese Ehrbarkeit gestört wird, dann ist es in der Regel ausschließlich der Schurke, der dies tut. Wie z.B. ein Grant in FRWL, der Bonds Vertrauen ausnutzt und ihm als Nash hinterrücks eins überzieht.
Nur in LTK ist es umgekehrt. Der Film zeichnet sich nicht nur durch die Brutalität aus, sondern auch durch ein bond-untypisches Muster: Hier ist es Bond, der fast den ganzen Film lang (!) böse, falsch und vertrauensmissbrauchend auftritt. Für mich ist es da auch irrelevant, ob Sanchez es nun verdient hat oder nicht. Vermutlich hat er es sogar. Ich erwische mich aber einfach immer wieder dabei, wie ich schon fast Mitleid mit Sanchez habe, wenn er bei der Drogenfabrik erfahren muss, dass "der Neue", dem er entgegen Hellers Warnung so viel Vertrauen entgegengebracht hat, dieses Vertrauen missbraucht.
Und wenn ich Mitgefühl mit einem Villain habe, erzeugt dies eine unvorteilhafte Sympathie. Ähnlich ergeht es mir ja auch mit Renard, den ich sogar eher bemitleidenswert als bedrohlich empfinde.
So weit möchte ich bei Sanchez natürlich nicht gehen. Sanchez ist viel stärker. Aber dennoch ist es in LTK eben Bond, der eine boshafte Mordspur durch den Film zieht, dem neben Sanchez auch der unglückliche Krest zum Opfer gefallen ist.
Nicht dass sie es nicht verdient hätten, zu sterben. Es ist eher die unehrliche und unehrenhafte Art und Weise, die mich stört.
Bond war an sich immer gradeaus. "Mein Name ist Bond, Sie finden die Reservierung unter Beach". Das ist Bond für mich. Ehrlich, kompromisslos, mittendurch.
Bonds Spinnen von Intrigen wie in LTK erzeugt bei mir dann eher die Sympathie mit dem Villain, die diesem dann eben in meiner Gunst nicht nur gut tut.

Aber damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich finde, dass Sanchez eine tolle und (für einen Bondfilm zu?) realistisch gespielte Figur ist.
Nur verspüre ich bei ihm dadurch eben nicht diese Genugtuung, wenn Bond am Schluss diesen Drecksack erledigt. Sanchez ist für mich nicht nur "Drecksack". Dafür ehrt es in zu sehr, dass "Loyalität für ihn mehr bedeutet als Geld".
Ich breche es einfach mal auf diesen kurzen Nenner herunter: Ein Bondvillain muss für mich Geld wesentlich höher einschätzen als Loyalität. Ein Stromberg z.B. hat Markowitz und Bechman töten lassen, statt ihnen Geld zu geben. Stromberg hätte Kilifer umlegen lassen, statt ihn zu bezahlen, da dieser viel zu viel weiß.
Und so einen miesen Drecksack will ich von Bond auf ehrliche Art und Weise zur Strecke gebracht sehen. Schwarz vs. Weiß, Gut vs. Böse.

Kronsteen, ich werde dir aber zur Seite stehen :)

:prost:
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Feirefiz

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Montag, 12. Mai 2014, 23:47

Hach, Schlaf wird ja völlig überschätzt! ...

Kronsteen, ich kann Deine Argumente schon nachvollziehen. Und obwohl ich LTK als extrem bondig empfinde (warum? Siehe den LTK-Thread), ist nun einmal der wesentliche Unterschied zu den anderen Filmen, dass Bond hier auf eigene Rechnung arbeitet (wenn auch aus seiner typischsten Charaktereigenschaft: Loyalität, was ihn wiederum mit Sanchez verbindet: In einem anderen Film hätte Sanchez die Rolle Dracos oder gar Kerim Beys innehaben können - und nicht zuletzt das macht den Film für mich so spannend und faszinierend). Und soooo ritterlich ist Bond in anderen Filmen nun auch nicht. Öfters präsentiert er sich den Villains unter falschem Namen (z.B. OHMSS, AVTAK) und wird dann "entlarvt", zudem ist "James Bond" zunächst einmal nur ein (Allerwelts-)Name: Auch für Sanchez ist er James Bond, nur die Tarnidentität ist eine andere, dabei gibt er sich diesmal nicht einmal als Geschäftsman JB aus, sondern gesteht freimütig, für die britische Regierung gearbeitet zu haben (was zu dem Zeitpunkt auch in der Vergangenheitsform der Wahrheit entspricht): Sich dann als "Problem Eliminator" zu bezeichnen, ist ebenso zutreffend wie von eben dem mal subtilen, dann wieder grimmigen Humor geprägt, der LTK zu Unrecht oft abgesprochen wird. Wenn Bond also ein Ritter ist, dann ein dunkler (huch, schon wieder Nolan ...), der vor dem Finale höchst selten aus eigenem Antrieb mit offenem Visier kämpft (und selbst dann hat er meist noch Qs Wunderwaffen, die ihm einen eigentlich unfairen Vorteil verschaffen).
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Spree

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18

Dienstag, 13. Mai 2014, 12:02

Nur ein kurzer Einwurf: Was Kronsteen beschreibt, ist leider eher das, was ich in moderneren Bondfilmen nicht mehr sehen will: schwarz vs. weiß.
Die Welt besteht nunmal aus allerlei Grautönen (nicht nur 50), sodass es für mich interessanter ist, realistische Figuren aus dieser Welt zu porträtieren und wie Bond mit dieser Welt umgeht. Daher empfinde ich LTK auch als deutlich stärker als TLD bspw.
An Koskov mag ich jedoch das schmierige Geschleime, mit dem er sein Doppelspiel treibt.
Das heißt nicht, dass ich die großen alten Over-the-top Bonds nicht schätze, als Zeugen ihrer Zeit, heute halte ich sie jedoch nicht mehr für zeitgemäß. Und wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen, und "das wollen wir doch nicht" (Zitat Ende).

Das Villainpaar ist m.E. auch die große Stärke von TWINE: Elektra wirkt nach außen hin schwach und zerbrechlich, hat innerlich aber alle Fäden in der Hand, während Renard in beiderlei Hinsicht das komplette Gegenteil ist. Wie diese 2 Seiten miteinander agieren und Elektra Renard genauso ausnutzt wie Bond, finde ich faszinierend. Daher meine +Punkte für sie!
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Don-Corleone

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Dienstag, 13. Mai 2014, 12:54

Ich kann zwar deine Argumentation nachvollziehen Spree, teile sie aber nur bedingt. Viel wichtiger ist wie der jeweilige Charakter geschrieben und wie glaubwürdig der jeweilige Schauspieler ist. Schwarz vs Weiß funktioniert heute genauso gut wie ein eher facettenreicher undurchsichtiger Villain. Ich denke das liegt mehr an der Umsetzung. Phillip Seymour Hofmann in IM3 oder Heath Ledger in TDK zeigen auch das man auch einfach "nur" böse sein kann und das sehr glaubwürdig.
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Spree

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Dienstag, 13. Mai 2014, 13:07

Ja, Don, da hast du wohl recht, auch deine Meinung teile ich bedingt. Trotzdem fällt es mir leichter, mir diese Charaktere zu erschließen, wenn ihre Motive und Handlungen nachvollziehbar sind, also böse, aber mit verständlichen Motiven. Das mag ich an Schurken wie LeChiffre, Sanchez, etc.
I never left!