Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das James Bond Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Hubert Bonisseur

Il est auto-suffisante ...

  • »Hubert Bonisseur« ist männlich

Beiträge: 478

Registrierungsdatum: 17. Juli 2013

  • Nachricht senden

21

Donnerstag, 6. März 2014, 10:23

Gerard Butler und Hugh Bonneville ...

Wahrscheinlich bin ich der Einzige, der jetzt erst bemerkt hat, dass sowohl Gerard Butler als auch Hugh Bonneville in TND waren.

Gerard Butler hat es unter anderem in den US Secret Service geschafft ("Olympus Has Fallen") und auch nach Sparta ("300") ...
http://www.youtube.com/watch?v=BhzQg70PRk4

Hugh Bonneville ist der Herr über Downton Abbey und ein Monuments Man ...
http://smhttp.14409.nexcesscdn.net/806D5…lle-640x268.jpg

Sag noch einer, Bond ist kein Karriere-Sprungbrett ...
The question still stands Mr. Bond...did you touch her? ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hubert Bonisseur« (26. August 2014, 10:27)


  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

Beiträge: 1 806

Registrierungsdatum: 18. Februar 2014

  • Nachricht senden

22

Montag, 7. April 2014, 00:07

Der Morgen stirbt nie, ein überzeugender Film!

1. In der Hamburger Hotel-"Renn"-Szene finden sich Fahrzeuge wie Opel Senator B, BMW 7er, Mercedes S-Klasse und Ford Scorpio, klasse! Fehlt nur noch ein Audi V8 :D
2. Die Darsteller/innen agieren nicht aufgesetzt, sondern "echt", interessante Bondgirls übrigens 8)
3. Auch das Videospiel konnte mich teilweise begeistern, wobei wir hier natürlich eigentlich vom Film sprechen.
4. Insbesondere Brosnan scheint hier ein sichererer Akteur zu sein als im direkten Vorgänger.

Gestört hat mich hingegen die Verkörperung der Miss Moneypenny (wie in allen Pierce-Bond´s), sie handelt -so habe ich es jedenfalls empfunden- recht zickig...
Letzten Endes kein schlechtes Werk, kein Meisterstück aber durchaus sehenswert! Schade nur, dass man aus 007 in den 90ern eher einen Superman gemacht hat, womit man sich als Mensch nicht perfekt identifizieren kann.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

largo

Agent

Beiträge: 77

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2013

  • Nachricht senden

23

Sonntag, 18. Mai 2014, 14:25

In meinen Augen ist TND zwar kein totaler Reinfall,aber der schlechteste Brosnan-Bond,der seinem Vorgänger Goldeneye,der ein wirklich großer Wurf war,nicht ansatzweise das Wasser reichen kann.Die Eingangssequenz ist ganz passabel,der Titelsong grandios(die Brosnan-Titelsongs sind sind neben Skyfall meine Lieblingssongs der ganzen Reihe),aber danach fallen Tempo und Spannung für lange Zeit rapide ab.Ein Highlight ist Bonds Oneliner in der Druckerei und Dr.Kaufmanns Auftritt ist auch klasse,der hätte einen größeren Auftritt anstelle des lahmen Henry Guptas verdient gehabt.Auch Stamper und Carver überzeugen mich weniger;während Stamper ein weiteres Abziehbild des großen/blonden/deutschen Henchmans ist,aber noch relativ OK ist,ist Carver bis zum Schluss extrem nervtötend,wie 5 Jahre später Gustav Graves in DAD wirkt er mehr wie ein verzogener,machtgieriger Bengel als ein ernstzunehmender Bösewicht,bei dem die beste Szene die ist,in der er in der Säge landet.Die Verfolgungsjagd durch Shanghai ist der Höhepunkt des Films,das Finale steht hingegen wieder für die (Unter)Durchschnittlichkeit des Films:viel Geballer,aber wenig Handlung.
Insgesamt also der schlechteste Brosnan-Bond,aber trotzdem OK und gehört auch nicht zu den schlechtesten Bonds insgesamt !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »largo« (21. Mai 2014, 22:38)


Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

  • »Spree« ist männlich

Beiträge: 1 028

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

  • Nachricht senden

24

Donnerstag, 12. Juni 2014, 15:09

Und da haben wir ihn, DEN Aufsteiger der diesmaligen Sichtungsrunde!
Ich hab mir vor dem Film nochmal die bisherigen Rezensionen hier durchgelesen und kann eigtl. nur mit den positiveren Meinungen übereinstimmen. Dass der Film für manche der schlechteste der Reihe sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.
Klar ist Stamper ein (gewolltes?) Abziehbild eines Henchman, klar übertreibt Pryces Carver zuweilen in seinem Spiel, klar gibt es bessere Schauspielerinnen als Hatcher und Yeoh, klar nervt das lahme Finale und klar kommt das Product Placement hier mit dem Holzhammer daher.

Und trotzdem macht MIR der Film einfach Spaß (abgesehen von den letzten 20 Minuten)! Und an wem liegt das? Ich finde Pierce hier als Bond extrem cool und man merkt, wie viel wohler er sich hier als Bond schon fühlt. M.E. einer der besten Leistungen eines Bonddarstellers. Er verkörpert diesen Spaß, den ich dann auch als Zuschauer nachempfinde. Er verzichtet auf bemühte Manierismen, die er sonst leider bisweilen an den Tag legte. Er spielt die dramatischeren Szenen recht solide (vielleicht nicht überragend, aber das ist auch nicht unbedingt der Film dafür), die Oneliner und Interaktionen mit dem anderen Geschlecht wirken viel natürlicher und weit weniger aufgesetzt als im Vorgänger. In seiner ganzen Machart ist TND ein höchst klassischer Bondfilm, bei dessen Sichtung ich mich immer wieder darüber freue, wie gut dieser Cocktail in vielen Szenen funktioniert. Dazu sind die Actionszenen besser und enden mit besseren Pointen (die drucken auch alles).

Zusammenfassend kann ich wohl sagen, dass die Qualität eines Bondfilms für mich mit der Leistung des Hauptdarstellers eng verknüpft ist, das habe ich bei TND wieder klar gemerkt.

Beste Szenen: Kaufmann, einige Wortgefechte mit Carver (Unterschied zw. Genie und Wahnsinn, Carvers Shows als Folter, Schiffbruch erleiden), letzte Szene mit Paris, Q-Szene, Geplänkel mit Moneypenny UND: Wai Lin winkt Bond zu, als sie sich abseilt und Bond flüchtet! :thumbup:
Schlechteste Szenen: Adm. Roebucks übertriebene Kriegstreiberei, lahmstes Finale eines Bondfilms mit zuviel MG-Einsatz (schade drum, zieht einen sehr guten Film ins gute Mittelfeld runter)
I never left!

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

25

Samstag, 28. Juni 2014, 17:03

Zusammenfassend kann ich wohl sagen, dass die Qualität eines Bondfilms für mich mit der Leistung des Hauptdarstellers eng verknüpft ist, das habe ich bei TND wieder klar gemerkt.


Dieser Zusammenhang ist bei mir irgendwie gar nicht so gravierend.
Liegt aber vielleicht auch dran, dass ich die Unterschiede der Darsteller nicht so gravierend finde. Klar, Connery und Moore sind bei mir oben, Pierce leider weiter unten, aber die Leistungen der Darsteller in den einzelnen Filmen sind dann doch wieder austauschbarer, auch wenn ich natürlich zugebe, dass der Bond Connerys in DN ein komplett anderer ist als in YOLT und nochmals anders als in DAF.
Die Leistung des Hauptdarstellers ist für mich (ähnlich wie ja auch im Marathon gewichtet) eine von vielen Facetten und vermutlich nicht höher gewichtet als z.B. die Locations oder das Design.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

26

Sonntag, 24. August 2014, 13:05

Im Rahmen des Bondmarathons habe ich gestern mal wieder TND angeschaut.

Die Eindrücke waren eigentlich wie immer: Verschenkter Film. Er hätte so viel Potential gehabt, fällt aber dann doch deutlich ab. V.a. die vielen Innen-Aufnahmen stören gewaltig. TND ist fast ein reiner Indoor-Bond. Villain Carver ist keine einzige Szene vergönnt, die nicht in geschlossenen Räumen spielen würde. Vielleicht wirkt die Figur daher auch so bemüht. Ganz schlecht finde ich z.B. die "Apportierhund-Szene", die gerne die Größe der "Fort-Knox-Szene" Goldfingers gehabt hätte. Leider ist sie schon fast zum Fremdschämen, so plakativ wie Carver als Fiesling dargestellt wird. Wir konnte ein ausgezeichneter Schauspieler wie Pryce da nur so untergehen?! Bardem in SF hatte eine ähnlich große Szene, die aber toll gemeistert (sein Einführungs-Monolog).

Ebensfalls schwach ist für mich das Bondgirl Wai Lin, bei der nicht in einer einzigen Szene ein Knistern mit Bond aufkommt. Sie ist reine Kämpferin und Vorbotin dessen, was Jinx in DAD 5 Jahre später über die Spitze treiben sollte (wobei da wenigstens das Zusammenspiel im Bett funktioniert).

Der Schauplatz Hamburg ist leider auch viel zu beliebig eingefangen. Die kühle Carver-Party könnte überall auf der Welt stattfinden und auch die Szenen, die tatsächlich in Hamburg gedreht wurden, versprühen nur wenig Authentizität. Was wäre da alles möglich gewesen?!
Dennoch ist TND bis Südpstasien ein passabler Bondfilm. Dort wirkt dann allerdings die überlange Motorrad-Szene ermüdend. Und der Showdown im Stealthship ist der vielleicht schwächste der Bondhistorie - mit dem stets zu spät kommenden Stamper, dem schwächsten Henchman der Bondhistorie.

Der BMW ist für mich auch kein würdiges Bond-Auto. Die Action im Parkhaus wirkt etwas lächerlich. Die schnelle Wandlung des um Paris trauernden Bond zum vergnügten Fernlenkers wurde ja schon öfters thematisiert.

Positiv zu erwähnen:
  • Die innovative Geschichte um den Medienmogul Carver. Ein klassischer Bondvillain in der Tradition eines Drax oder eines Zorin (auch wenn er, wie oben erwähnt, unzureichend umgesett wurde).
  • Die PTS ist ebenfalls eine der besseren.
  • Der eine oder andere One-Liner weiß tatsächlich zu gefallen.
  • Zudem mag ich noch den unglücklichen Dr. Kaufman. Nicht nur, weil er Stuttgart erwähnt. ;) "Rufen Sie den Automobilclub an!" Grandios! :D


Insgesamt kann ich mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass TND schnell gealtert ist. Er wirkt teilweise angestaubter als so mancher Bondfilm der 60er oder 70er (die oft zeitlos schön gefilmt sind).

Für mich nach wie vor der drittschwächste Bondfilm (nur die beiden folgenden Brosnans waren noch schlechter).
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

  • »Don-Corleone« ist männlich

Beiträge: 964

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

27

Sonntag, 24. August 2014, 15:17

Diese ausnahmsweise "Lust" auf TND hat ich vor meinem Hamburgbesuch diesen Jahres auch, aber für mich ist der Film eigentlich nur eine Ansammlung von Klischees und verschenktem Potential. Deine aufgeführten Punkte kann ich nahezu 1:1 unterschreiben. Das einzigste was mich überrascht, diese Kritik liest sich wie eine 5/10. Im Marathon bewertet du aber mit 7/10, das ist schon eine gute Bewertung, oder ist das ein allgemeiner Bondbonus ? :D (ich kann ja ruhig sein, meine "Bauchnoten" sind im Vergleich zu meinen allgemeinen Filmbewertungen auch sehr hoch)
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

28

Sonntag, 24. August 2014, 15:51

Das einzigste was mich überrascht, diese Kritik liest sich wie eine 5/10. Im Marathon bewertet du aber mit 7/10, das ist schon eine gute Bewertung, oder ist das ein allgemeiner Bondbonus ? :D


Du hast natürlich an sich schon Recht. Normalerweise wäre es fast weniger als eine 7. Aber insgesamt sind die Bondfilme als ganzes dann doch recht nah beieinsander. Ich denke, dass die Unterscheidung in den meisten Fällen Nuancen sind. Bis auf DAD bewegen sich daher bei mir alle Filme wohl innerhalb von maximal 3-4 Notenpunkten in der 10er-Skala.
Auch TND hat seine Momente und die Kritik bezieht sich v.a. auch auf das verschenkte Potential. Denn es wäre so viel mehr drin gewesen.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

  • »Moonraker81« ist männlich

Beiträge: 19

Registrierungsdatum: 21. August 2014

  • Nachricht senden

29

Montag, 25. August 2014, 19:16

Also ich finde das TND einfach die ruhigen Momente und klassischen Spielszenen fehlen. Der Film hechtet quasi pausenlos von einer Actionszene zur nächsten. Ich hätte mir vor allem zwischen dem Tauchgang zum gesunkenen Schiff und dem Finale noch etwas mehr Zeit gewünscht. Das geht mir alles zu schnell. Ansonsten hat er vom Script her ein sehr gutes Grundgerüst.

macon

MI6 Staff

Beiträge: 107

Registrierungsdatum: 27. Mai 2013

  • Nachricht senden

30

Montag, 25. August 2014, 19:26

Die Zusammenfassung von Kronsteen ist wirklich die treffendste die ich bis jetzt gelesen hab. Würd ich fast genau so schreiben. Und das "fast" bezieht sich auch nur auf den letzten Satz. Denn ich find dass TWINE Brosnans Bester ist.

  • »Moonraker81« ist männlich

Beiträge: 19

Registrierungsdatum: 21. August 2014

  • Nachricht senden

31

Montag, 25. August 2014, 19:38

Ich kann Kronsteens Rezension auch weitestgehend zustimmen. Im Gegensatz zu dir würde ich die ersten drei Brosnan-Bonds unterm Strich gleich bewerten. Im direkten Vergleich hat Twine meiner Meinung das Mehr an Story das TND fehlt, lässt dafür aber die "bondigen" Momente die bei TND gut rauskommen etwas vermissen. Letztendlich hat die Brosnan-Ära generell das Problem des verschenkten Potentials (DAD eingeschlossen).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moonraker81« (25. August 2014, 19:51)


Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

32

Montag, 25. August 2014, 19:46

Also ich finde das TND einfach die ruhigen Momente und klassischen Spielszenen fehlen. Der Film hechtet quasi pausenlos von einer Actionszene zur nächsten.


Vollkommen richtig. Hatte in meiner Aufzählung oben natürlich die Ballerorgien vergessen.
TND ist da auch etwas Opfer seiner Zeit. In den 90ern sahen Actionfilme (und als mehr sah sich ein Bondfilm damals nicht) enfach nach viel Krach und Wumm aus.
Vielleicht wirkt der Film auch deshalb so "angestaubt"?!
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

Beiträge: 1 806

Registrierungsdatum: 18. Februar 2014

  • Nachricht senden

33

Donnerstag, 25. September 2014, 13:49

Das Werk TND lief kürzlich im Free-TV, wovon ich durchaus profitiert habe, da ich den Film (Achtung, jetzt kommt´s...) sehr gut finde!

Jonathan übermalt die Zeichnung seines Charakters Carver mit etwas zu viel Farbe, was schlussendlich wieder eine Blässe erzeugt, denn weniger ist manchmal mehr.
Aber abgesehen davon, dass TND meiner Meinung nach gut und gern zehn Minuten länger hätte sein dürfen und auch davon, dass Brosnans Bond nicht immer allzu authentisch wirkt, weiß dieser 1997er Actionfilm durchaus zu gefallen, nämlich hinsichtlich vieler Wichtigkeiten wie Musik, Bildgewalt, Humor und Hauptfiguren.
Ein Punkt, welcher zwar nicht dem eigentlichen Werk vorzuwerfen ist, sondern eher den "Dichtern und Denkern", die sich der Titelauswahl hingeben, ist der, dass der Name des Films erstmals in keinster Weise einen Bezug zu Bond oder gar Fleming herstellte. Ich persönlich werde mit TND wahrlich warm und dies keineswegs selten.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

James

Agent 007033

  • »James« ist männlich

Beiträge: 127

Registrierungsdatum: 7. Juni 2013

  • Nachricht senden

34

Donnerstag, 25. September 2014, 16:21

Also ich finde das TND einfach die ruhigen Momente und klassischen Spielszenen fehlen. Der Film hechtet quasi pausenlos von einer Actionszene zur nächsten.


...und dies auch in der ersten Hälfte, die ich mir eigentlich noch gefallen lasse (und nicht nur, weil sie (fast) vor meiner Haustür spielt). Die Prügelei in Carvers Medienzenturm, die Szenen in der Druckerei, die Verfolgungsjagd mit dem BMW sind m. E. zu viel für einen Schauplatz. Die Action in der Druckerei hätte man weglassen sollen und Wai Lin (als Agentin) in die BMW-Szenen mit einbauen können. Es hätte nichts dagegen gesprochen, wenn 007 nach der Prügelei auf der Feier, den GPS-Decoder ohne Probleme geklauen hätte.

Und alles nach Hamburg ist, wie Kronsteen sagt, ein 90er Jahre Actionfilm. :thumbup:
Life's a Blast... even when you're different. :thumbsup:

"you dirty double-crossin limey fink, these god-damned diamonds are phoneys" X(

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

Beiträge: 1 806

Registrierungsdatum: 18. Februar 2014

  • Nachricht senden

35

Samstag, 11. Oktober 2014, 00:22

Hiermit möchte ich nun eine Lanze für meinen favorisierten filmischen Brosnan-Bond brechen. Es folgt ein kleiner Beitrag zu Der Morgen stirbt nie, damit ich meine Eindrücke und jüngsten Betrachtungserfahrungen im TND-Zusammenhang einfach mal niedergeschrieben habe. Es war wie gesagt eine 98er VHS mit anschließender deutscher Doku, welcher ich mich 115 Hauptminuten hingab und die Zeit war wunderbar investiert. Der Film hat mir im Gesamtbild gut bis sogar sehr gut gefallen.


"Tomorrow Never Dies", High-Tech-Action-Thriller-Feuerwerk des Jahres 1997, Teri Hatcher, Pierce Brosnan u.a., Klassiker...



Wie war es doch noch am Ende der Mitt-1990er? In der Tat: Albert R. Broccoli ist von uns gegangen, er ruhe in Frieden. Bereits zuvor wurde eine neue Darsteller-Ära in die Wege geleitet und Miss Barbara Broccoli (Tochter des Verstorbenen) übernahm weitestgehend die Stellung ihres Vaters und dies mit freundlicher Produktionsunterstützung von Michael G. Wilson. Zwar irrte man in "GoldenEye" noch etwas unbeholfen durch so manches Szenario, doch die Erwartungen der Zuschauerschaft waren auch äußerst gewaltig, schließlich entstand bereits seit mehr als sechs Jahren kein 007-Werk mehr, damals noch mit Timothy Peter Dalton.

Der dem Doppelnull-Produktionsveteran "Cubby" gewidmete Neubeitrag zur James-Bond-Kinoserie von EON (unter dem Titel "Der MORGEN stirbt nie") entstand im Jahre 1997, sodass er sozusagen im selben Jahr als Weihnachtsfilm fungieren konnte und nicht nur deswegen klingelten die Kinokassen. Der kommerzielle Erfolg des Vorgängers vermochte alle Mitwirkenden dazu zu verführen, dass der Ehrgeiz nach einem daran anknüpfendem Nachfolgewerk entsteht, welches letzten Endes von dem bereits zuvor zum Einsatz gekommenen Schreiberling Bruce Feirstein mit-kreiert wurde, gleichwohl das fertige Drehbuch erst zu später Stunde bereitlag.
Was den mehr oder minder noch nahezu neuen Hauptdarsteller anbelangt, so ließe sich sagen, dass er nicht mehr jene zuvor noch erkennbare spielerische Unsicherheit an den Tag legte, allerdings kann er in meinen Augen nicht an die Leistungen von (beispielsweise) Sir Sean Connery oder dessen Nachfolger heranreichen, was jedoch keineswegs dramatisch ist. Zwei wundervolle, wenn auch grundverschiedene Damen sind auch mit von der Partei, nämlich eine "alte Flamme" Bonds auf der einen Seite, sowie eine eigentlich lieber allein arbeitende Sportskanone asiatischen Ursprungs auf der anderen. Dass Erstere nach ihrer ersten Zeit mit James zur besseren Hälfte (was keine Kunst ist) von Medienmogul Mister Carver wird, stellt den smarten Hauptprotagonisten vor schwierige Aufgaben, hilft ihm jedoch mehr über den wahrlich wahnsinnigen und auch politischen Einfluss habenden selbsternannten Herrscher herauszufinden, herrliche Zufälle gibt es aber auch..., nun ja. Im Endeffekt erscheint einem die Grundgeschichte zeitweise etwas aufgesetzt, weswegen zumindest in unbeträchtlichem Ausmaße bewusst wird, dass der Film leider NICHT auf einem Roman basiert. Dass dies jedoch nicht notwendigerweise tragisch sein muss, beweist TND in seiner leichten Konsumierbarkeit mit Glanz und Gloria. Die frühen CGI-Gehversuche wirken dank des dosierteren Einsatzes weitaus "unbekloppter" als jene des zwanzigsten offiziellen Bondfilms. Die Cineasten, die Die another day gesehen haben, dürften diesbezüglich durchaus zustimmen und falls nicht, würde mich deren tatsächliche Meinung durchaus interessieren. Und um den Zuschauer auf fantastische Weise in die unendlichen Weiten der im Film realistischen Actionpassagen einzuführen, sehen wir eine atemberaubende Pre-title-sequence, welche wahnwitzigerweise kaum mitreißender wirken könnte, so hat man hier herrliche Aufnahmen zustande bringen können.

Insgesamt ist das Dargebotene stets spannend und inszenatorisch lobenswert. Leider lag das als Titelsong womöglich besser geeignete Stück "surrender" scheinbar erst später vor, so schien es mir, denn das eigentliche und damit tatsächliche Hauptlied hätte ich eher dem Abspann gegönnt. Kleine auch anderweitig nicht abwesend seiende Fehler verzeiht man Bond ´97 gut und gern, weswegen meine persönliche Wertung schätzungsweise bei 8,5 von zehn zu erreichenden Punkten läge, was allerdings auch an diesem gewissen "Bondbonus" liegen kann. Zwei Jahre nach dem Beginn der Ausstrahlung auf der großen Kinoleinwand, wurde pünktlich zur Erscheinungsphase von "Die Welt ist nicht genug" ein TND-Videospiel auf den Markt gebracht, nur leider gab es wohl wenig Nachfrage danach und an Angeboten mangelt es demnach inzwischen auch ein wenig. Es handelte sich dabei um einen PSone-Exklusivtitel und um das meines Wissens nach einzige Bondspiel, in welchem man auch ein Bondgirl spielen konnte, was mich weswegen auch immer an ein Lara-Croft-Spiel erinnert. Hier wurde erneut eindeutig zur Schau gestellt, dass das 18. offizielle Bondabenteuer zumindest teilweise zu den beinahe Besten gehört, wobei nicht verschwiegen werden sollte, dass es im direkten Vergleich zum eigenen Nachfolger -vielleicht- zu wenige dramatische Elemente beinhaltet. In diesem Sinne sei die hiermit präsentierte TND-Lobeshymne offiziell beendet, vielen Dank.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Daniel Schweikert 1996« (11. Oktober 2014, 00:27)


Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

36

Samstag, 11. Oktober 2014, 00:55

TND ein Klassiker? Da fallen mir 20 andere ein...
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Mister Bond

Felix Leiter

Beiträge: 1 618

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

37

Samstag, 11. Oktober 2014, 16:45

Und WARUM zieht sich Daniel eine VHS rein ?( Ich werde den Jungen wohl nicht mehr verstehen :wacko:

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

Beiträge: 1 806

Registrierungsdatum: 18. Februar 2014

  • Nachricht senden

38

Samstag, 11. Oktober 2014, 17:06

Tja, ich vergaß, dass einem die Regierung nun auch DAS untersagt :P

Das kultige Bildrauschen, die nicht notwendige Ladezeit und die nette cineastische Filmreklame vor dem Beginn des Films waren für mich Grund genug dafür.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

DanielWroughtonCraig

unregistriert

39

Sonntag, 12. Oktober 2014, 11:14

Und? Dann schaut Daniel sich den Film auf ner VHS an, wenns ihm Spaß macht. Ich habe noch einen Bond auf Laserdisc. Da der Laserdisc Player "nur" Scart und S-Video Ausgänge hat, kommt das Bildsignal auf dem 46 Zoll nur in 480p an! Da sieht das Bild auch nicht besser aus, als bei einer VHS, weil der LD-Player KEINEN Upscaler hat, der das Bild hochrechnet!

Ein paar TV-Aufnahmen auf VHS habe ich auch noch! Da ist das gleiche technische Problem wie bei der LD auf dem 46 Zöller. Und ne Röhrenkiste habe ich nicht mehr!

VHS und LD sind einfach nur Kult, daher behalte ich die Geräte und "Software". 8)

Mister Bond

Felix Leiter

Beiträge: 1 618

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

40

Sonntag, 12. Oktober 2014, 14:28

Und wieder einmal habe ich nicht dich gefragt, DWC. Oder springst du jetzt für ihn als Namensvetter in die Bresche? Vielleicht ist es auch Langeweile, dass du PERMANTENT versuchst auf meine Beiträge einzugehen, die dich eigentlich weniger interessieren sollten.

Ansonsten ist es für mich Idiotie noch analoges Material zu schauen. Meine VHS Sachen habe ich längst vernichtet und auch die DVDs stehen zum Verkauf. Warum sollte sich ein vernünftiger Mensch freiwillig Augenkrebs unterziehen wollen? Ich sage ja, Langeweile und Kevinismus.

Und vieles was Kult ist, gibt es schon lange nicht mehr. Die Frage ist immer: Brauche man das noch? Die Antwort ist meistens NEIN.