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  • »Mr. Fogg« ist männlich

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41

Sonntag, 2. Februar 2014, 06:07

(...) Den bewusst und gewollt selbstironischsten, mithin komödiantischsten Bond sehen wir in NSNA. Wo hätte sich sogar Moore derart selbst auf den Arm genommen?
Der zeitliche Abstand zu und ein gewisser "Burgfrieden" mit James Bond hat sehr heilend gewirkt. Ich habe NSNA kürzlich auf Blu-Ray und im OT gesehen. Bezüglich Bond schenkt er mir den "Ahab-Effekt": Ein James Bond, den man sich im Freundeskreis vorstellen könnte, oder - im Vergleich und in Fortführung der früheren Darstellungen - der konsequent gealterte Bond aus Goldfinger. Connerys Leistung ist schlichtweg gewaltig!

Hier wäre auch der Ort, etwas zu Bonds in diesem Film besonders gelungener Garderobe zu sagen: Seine Anzüge und Kombinationen wirken wie aus einem Guss auch hinsichtlich der Anlage der ganzen Rolle: Sie entsprechen nicht dem Zeitgeist der Mitt-Achtziger, dafür ist der Stoff z.B. des Sakkos in der ersten Szene mit M zu grob, der Schnitt (die Seitenschlitze) ein Relikt der Sechziger, nicht tailliert und weit geschnitten. (Speziell die Kombination in dieser Szene ließ mich an die Dirty-Harry-Filme denken, in denen Eastwood - Sakkos, Hosen ohne "Schlag" und Pullunder mit Krawatte - sich in scharfen Kontrast zu den Siebzigern stellte: quasi nicht nur politisch, sondern auch kleidungstechnisch ein Relikt aus früheren Jahren.) Generell habe ich Connerys (auch Lazenbys) Stil in dieser Richtung immer den Anzügen Moores vorgezogen - und begrüße es deshalb sehr, dass Connery in NSNA dieser Art treu geblieben ist. Erst Daniel Graig kam dem in SF wieder etwas näher. (Seine grauen Anzüge waren zwar für meinen Geschmack etwas zu eng, aber der Zeitgeist verlangt Tribute.)
God save the Queen!

kananga

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42

Sonntag, 2. Februar 2014, 12:47

Hier wäre auch der Ort, etwas zu Bonds in diesem Film besonders gelungener Garderobe zu sagen: Seine Anzüge und Kombinationen wirken wie aus einem Guss auch hinsichtlich der Anlage der ganzen Rolle: Sie entsprechen nicht dem Zeitgeist der Mitt-Achtziger, dafür ist der Stoff z.B. des Sakkos in der ersten Szene mit M zu grob, der Schnitt (die Seitenschlitze) ein Relikt der Sechziger, nicht tailliert und weit geschnitten. (Speziell die Kombination in dieser Szene ließ mich an die Dirty-Harry-Filme denken, in denen Eastwood - Sakkos, Hosen ohne "Schlag" und Pullunder mit Krawatte - sich in scharfen Kontrast zu den Siebzigern stellte: quasi nicht nur politisch, sondern auch kleidungstechnisch ein Relikt aus früheren Jahren.) Generell habe ich Connerys (auch Lazenbys) Stil in dieser Richtung immer den Anzügen Moores vorgezogen - und begrüße es deshalb sehr, dass Connery in NSNA dieser Art treu geblieben ist.

hier hast Du einen interessanten Punkt angesprochen, geschätzter Mr.Fogg. Moores Garderobe wurde ja immer auch deshalb scharf kritisiert, weil er Blazer und sportliche Kombinationen getragen habe, was, nach sehr antiquierter, strikter Gentleman-Kleidung, offiziellen Anlässen nicht angemessen sei. So weit ich mich allerdings erinnere, hat Connery diesen lässigen Stil eingeführt und hatte in TB sogar einen Büroauftritt, sogar bei einer hochoffiziellen Konferenz, in Blazer und grauer Schurwollhose. Moore war, soweit ich weiß, immer im Dreiteiler oder zumindest einem sehr eleganten Anzug im Büro. Allerdings stimmt es natürlich, dass Moores Kleidung generell viel bunter und poppiger war als die Connerys.

Maibaum

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43

Sonntag, 2. Februar 2014, 13:07

Seine Bonds stammen ja auch aus einer bunteren Zeit.

kananga

MI6 Staff

  • »kananga« ist männlich

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44

Sonntag, 2. Februar 2014, 13:30

so ist es;)...wobei mir aber gerade Connerys rosarote Krawatten in DAF einfallen....;)

Feirefiz

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45

Samstag, 15. Februar 2014, 21:56

Ich gehöre ja zu den ausgewiesenen Anhängern von NSNA (nähere Gründe: s.o.) und darüber hinaus zu den eher wenigen, die ihm gegenüber dem Original TB den Vorzug geben. Dafür gibt es manchen Grund, doch an erster Stelle steht eindeutig Sean Connery: Obwohl er auch in TB makellos spielt, ist es seine Darbietung, die manche Mängel, die NSNA aus juristischen wie produktionstechnischen Gründen nicht abzusprechen sind, vergessen lässt und ihn in meinen Augen zu einem Top-Bond macht: Connery ist hier ganz bei der Sache, er will es noch ein letztes Mal wissen und nutzt die Neuverfilmung eines Klassikers, um seinen Bond ganz anders anzulegen und zu seinem ebenso konsequenten wie charmanten Ende zu führen. Gewiss parodiert Connery in noch höherem Maße als sogar in DAF sein eigenes-Bond-Image, doch bleibt die Figur dabei gleichzeitig absolut glaubwürdig und in Übereinstimmung mit der Welt, in der sich Bond hier bewegt. So sind selbst Szenen, die sich auf dem Papier fast peinlich gelesen haben müssen, hier nicht nur witzig, sondern innerhalb der Filmrealität sogar überzeugend: Beispielhaft dafür ist die letzte Szene mit Fatima: Keinem anderem Bond-Darsteller – nicht einmal Moore – traue ich zu, dass er diese eigentlich lächerliche Szene hätte retten können. Mit Connery ist sie von A-Z ein großer Spaß und dazu fast nachvollziehbar, wohl auch wegen Connerys auch in diesem vermeintlich späten Film so omnipräsenten Virilität. (In den entsprechenden Listen tauchte er ja noch zwei Jahrzehnte später auf.)

Dazu möchte ich eine zumindest kleine Lanze für Michel Legrand brechen: Sein Score ist alles andere als ein Highlight, die Actionszenen-Untermalungen mitunter eine harte Probe, aber das schön-entspannte Titellied, dessen Verarbeitung innerhalb des Scores, gewisse Idyllen und vor allem der Tanz können sich schon hören lassen und passen wunderbar mal lässig, seltener sogar dramatisch zur „Urlaubsstimmung“ dieses herrlichen Alternativ-Bond.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Maibaum

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Sonntag, 16. Februar 2014, 10:36

Gewiss parodiert Connery in noch höherem Maße als sogar in DAF sein eigenes-Bond-Image, doch bleibt die Figur dabei gleichzeitig absolut glaubwürdig und in Übereinstimmung mit der Welt, in der sich Bond hier bewegt. So sind selbst Szenen, die sich auf dem Papier fast peinlich gelesen haben müssen, hier nicht nur witzig, sondern innerhalb der Filmrealität sogar überzeugend: Beispielhaft dafür ist die letzte Szene mit Fatima: Keinem anderem Bond-Darsteller – nicht einmal Moore – traue ich zu, dass er diese eigentlich lächerliche Szene hätte retten können.



Interessant, denn das würde ich ganz anders sehen. Ich finde die Szene albern und schlecht gemacht, oder um es mit deinen Worten zu sagen lächerlich.

Die Fatima Szenen sind alle absolut over-the-top und extravagant inszeniert, und fallen schon dadurch aus dem meist biederen Streifen heraus, aber ich mag Carrera nicht, sowohl was ihr langweilig vulgäres Aussehen betrifft als auch bezogen auf ihre Schauspielerei. Während die ebenfalls meist extravaganten Szenen mit Brandauer gut sind, empfinde ich die mit Carrera als störend.

Feirefiz

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47

Sonntag, 16. Februar 2014, 10:57

Interessant, denn das würde ich ganz anders sehen. Ich finde die Szene albern und schlecht gemacht, oder um es mit deinen Worten zu sagen lächerlich.
Kann ich, wie gesagt, absolut nachvollziehen, ohne Deine Meinung zu teilen. Fatima ist für mich ein weiteres Indiz, wie ich Aspekte, die ich in anderen Bond-Filmen wohl als störend erachten würde (siehe z.B. den Xenia-Thread), hier aufgrund von Nostalgie und konkreter Inszenierung als passend empfinde. Und als bieder erscheint mir gerade NSNA nicht, aber jedem sein Eindruck ...
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Maibaum

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48

Sonntag, 16. Februar 2014, 12:02

Doch, ich finde den bis auf ein paar Szenen (alles mit Carrera und das meiste mit Brandauer) sehr schwach inszeniert. Oder sagen wir belanglos. Das ist auch mit der Hauptgrund warum NSNA bei mir relativ weit unten rangiert. Das kann der gut aufgelegte (aber zu alte) Connery auch nichtwirklich retten. Immerhin bleibt NSNA trotzdem meist unterhaltsam, aber dann fehlen wieder die Höhepunkte. Das hat er mit TMWTGG und DAF gemein, die ich aber beide etwas mehr mag.

Mit seiner visuellen Langeweile fügt er sich auch sehr gut in die Bondche Schwächephase von MR bis AVTAK ein.

Mister Bond

Felix Leiter

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49

Sonntag, 16. Februar 2014, 12:49

Schon wieder das Thema visuelle Schwächephase.
Habe erst kürzlich einen Beitrag gelesen, dass selbst der unterschätzte Glen weitaus optisch besseres geboten hat als alle Bondfilme der Brosnan-Ära.
Alleine AVTAK hat mehr Szenen visueller Wucht als GE und Nachfolger zusammen.

Nun, NSNA ist nicht von Glen, nicht von EON, da kann ich dir eher zustimmen, Maibaum.

Maibaum

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50

Sonntag, 16. Februar 2014, 13:14

Schon wieder das Thema visuelle Schwächephase.
Habe erst kürzlich einen Beitrag gelesen, dass selbst der unterschätzte Glen weitaus optisch besseres geboten hat als alle Bondfilme der Brosnan-Ära.
Alleine AVTAK hat mehr Szenen visueller Wucht als GE und Nachfolger zusammen.



Gerade AVTAK ist für mich ein absoluter Routine Bond, den nur der hier verschenkte Walken (ich wünschte er wäre stattdessen in OP gewesen) davor bewahrt der schwächste überhaupt zu sein. Da sind Inszenierung, Story und Charaktere am mechanischsten, da kommt schon oft Langeweile auf.

Die Brosnans sind fast durchweg besser inszeniert als fast alle alten Bonds. Und sehen auch was die Ausleuchtung und ähnliches betrifft meist gut aus. Gerade GE habe ich da als sehr befreiend empfunden, obwohl Glen bei den beiden Daltons deutlich verbessert inszenierte, und LTK auf GE Niveau ist, und besser als der Rest Brosnan. GE ist einer der Bonds die ich vom Bildaufbau wirklich genießen kann, da macht fast jede Einstellung wirklich Spaß, da kommt von den alten nur OHMSS mit. TND dagegen ist seltsamerweise eigentlich gut inszeniert, wirkt aber trotzdem vollkommen steril. So etwas ist selten.
Daß TWINE und der von mir durchaus geschätzte DAD nicht zu den besten Bonds gehören hat andere Gründe. Bei TWINE sind es die schwachen großen Actionszenen (Boot, Ski, Hubschrauber) auf die der Film gut hätte verzichten können.

Campbell ist für mich der perfekte Bond Regisseur für die Brosnan Zeit gewesen, und es ist schade daß er nicht alle Brosnnas gemacht hat. Und ich mag ansonsten nur wenig von dem was Campbell noch so fürs Kino abgeliefert hat.

kananga

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Sonntag, 16. Februar 2014, 20:58

Die Brosnans sind fast durchweg besser inszeniert als fast alle alten Bonds.
kann ich wieder einmal nur sagen, lass uns übereinstimmen, nicht übereinzustimmen. ;) Die Regisseure Campbell und Spottiswoode sind für mich Hauptverantwortliche für den Schiffbruch von GE und TND. John Glens hervorragende, und, wie Mr. Bond richtig sagte, bis heute unterschätzte Inszenierungen konnten mehr Bond-Feeling zu erzeugen als alle Regisseure der Brosnan-Craigära zusammen.

Mister Bond

Felix Leiter

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52

Sonntag, 16. Februar 2014, 23:18

Maibaum, ich bezog mich nur hierauf:


Mit seiner visuellen Langeweile fügt er sich auch sehr gut in die Bondche Schwächephase von MR bis AVTAK ein.


Und da sind die Glen Bonds erheblich besser als die Brosnan Bonds.
Auch wenn ich dazu neige für andere zu sprechen: ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es noch jemanden gibt, der die Brosnan Bonds visuell ansprechend findet.
Das ist ja eines der größten Mankos, neben dem ganzen Bum-Bum. Ich habe ja auch sehr frische Eindrücke, da ich die Brosnan Bonds zuletzt von innerhalb einer Woche sah.
Da macht DAD noch einen visuellen Ausreißer nach oben, wenn die schwachen CGI Effekte nicht wären.

So etwas wie die Ansicht des Eiffelturms oder den Zorinschen Anflug mit seinem Zeppelin auf die Golden Gate Bridge in der Mitte des Films findet sich in keinem Brosnan Bond.
Auch die "afghanische" Wüste in TLD ist visuell beeindruckender als die Ölfelder in Aserbaidschan.
Aber dei Brosnan Bonds entsprechen ja diesen monotonen, langweiligen, sterilen Look der Spät 90er.

Das ist das einzige was mich wurmt, ich verstehe echt nicht wieso du die 90er eher lobst als die 80er?
Visuell, gerade ab der zweiten 90er Hälfte, ziemlich mau. Großtaten wie L.A. Confidential mal ausgenommen.

Django

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  • »Django« ist männlich

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53

Montag, 17. Februar 2014, 08:18

Gerade AVTAK ist für mich ein absoluter Routine Bond, den nur der hier verschenkte Walken (ich wünschte er wäre stattdessen in OP gewesen) davor bewahrt der schwächste überhaupt zu sein. Da sind Inszenierung, Story und Charaktere am mechanischsten, da kommt schon oft Langeweile auf.

Das stimmt: AVTAK hat keine grossen "offensichtlichen" oder klar bennenbaren Schwächen - dennoch vermag er für mich das Feuer einfach nicht zu entfachen. Wenn es aber einen ultimativen Routine-Bond gibt, dann ist das m.E. mit grossem Abstand TND. Gute Ideen und Ansätze, trotzdem kommt sehr oft Langeweile auf.

Maibaum

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54

Montag, 17. Februar 2014, 10:16

Da verstehst du mich falsch. AVTAK ist voller Schwächen. Das fängt bei dem fadesten Bond Girl der Serie an, und endet bei haufenweise uninspirierten Actionszenen. Ich finde Walken klasse, und ich mag die Mayday Figur, ansonsten hat AVTAK nichts zu bieten.
TLD finde ich dagegen ganz angenehm.



Und da sind die Glen Bonds erheblich besser als die Brosnan Bonds.
Auch wenn ich dazu neige für andere zu sprechen: ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es noch jemanden gibt, der die Brosnan Bonds visuell ansprechend findet.
Das ist ja eines der größten Mankos, neben dem ganzen Bum-Bum. Ich habe ja auch sehr frische Eindrücke, da ich die Brosnan Bonds zuletzt von innerhalb einer Woche sah.
Da macht DAD noch einen visuellen Ausreißer nach oben, wenn die schwachen CGI Effekte nicht wären.

So etwas wie die Ansicht des Eiffelturms oder den Zorinschen Anflug mit seinem Zeppelin auf die Golden Gate Bridge in der Mitte des Films findet sich in keinem Brosnan Bond.
Auch die "afghanische" Wüste in TLD ist visuell beeindruckender als die Ölfelder in Aserbaidschan.
Aber dei Brosnan Bonds entsprechen ja diesen monotonen, langweiligen, sterilen Look der Spät 90er.

Das ist das einzige was mich wurmt, ich verstehe echt nicht wieso du die 90er eher lobst als die 80er?
Visuell, gerade ab der zweiten 90er Hälfte, ziemlich mau. Großtaten wie L.A. Confidential mal ausgenommen.


Weil der Film allgemein in den 80ern bis in die 90er hinein für mich auf der Stelle getreten hat. Danach ändert sich der ganze Bildaufbau, die Filme werden visuell aufregender mit einer stärkeren Nutzung großer Brennweiten, was sich bis heute gehalten hat. Das sieht, erst recht wenn gut gemacht, ästhetisch sehr aufregend aus. Wobei Oliver Stone das auch schon in den 80ern gemacht hat. Aber das gab es eben auch schon in den 60ern und 70ern.

Die Szenen die du da aus AVTAK nennst habe ich als sehr konventionell in Erinnerung. Vielleicht schaue ich die mir nachher noch einmal an.

Wo ich die Recht gebe ist daß TLD visuell für Glens Verhältnisse ein großer Sprung nach vorne war. Gerade im direkten Vergleich zu den ultra-biederen FYEO und AVTAK. In seinen letzten beiden Bonds hat Glen sich zu einem guten Regie Routinier gemausert. Aber GE ist da auf einem anderen Level. Ich weiß noch wie ich schon im Kino dachte, wow, endlich mal ein modern aussehender Bond, willkommen in der Gegenwart.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maibaum« (17. Februar 2014, 10:30)


Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 17. Februar 2014, 12:59

Na dann wieder ein Prost auf die Uneinigkeit :prost:
Ich bleibe dabei: Die Brosnan Bonds sehen bieder aus, einfach langweilig. Von der Kameratechnik, bis zur Farbpalette und den Einstellungen. DAD reißt optisch nach oben aus.
Wie gesagt, mein Eindruck ist sehr frisch.
CR macht es nach den 80ern wieder am besten.

Don-Corleone

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  • »Don-Corleone« ist männlich

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Montag, 17. Februar 2014, 13:40

Das Hauptproblem was ich mit den Brosnanbonds habe ist nicht das sie schlecht gefilmt sind - da merkt man schon das sie ein gewisses "technnisches Level" haben - sondern das durch die extremen vielen Studiodrehs die Authenzität fehlt und das ganze einen extrem künstlichen Look hat. Wenn ich da an z.B. MR, FYEO und Co denke, die sehen viel besser aus.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 17. Februar 2014, 23:30

In den 90ern war man natürlich technisch weiter, aber gerade durch den künstlichen Look bei vielen Filmen, wirkte es steril und trist.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Dienstag, 18. Februar 2014, 16:22

Kleiner Verweis auf Platz 1: "Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Robert Davi

Hiermit sei das Forum gegrüßt.
Ich stelle mich mal rasch vor:
Daniel S., 17 Jahre. Mein Profil offenbart welche Hobbies ich habe, bin neu hier versteht sich ;-)
Um meine Meinung (begründet) preiszugeben, findet sich hier ein Ranking meiner 25 Bonds (somit zähle ich also ALLE Kinoversionen mit).
Eines sei gesagt: keiner der 25 Filme ist schlecht, wie ich finde. Es ist lediglich eine Sammlung von Platzierungen herausragender Filme.
Die Meinung variiert auch ein wenig, denn wenn man dann alle Teile sieht, sagen sie einem doch noch mehr zu.

Platz 25: Der Mann mit dem goldenen Colt: Der Film gefiel mir beim ersten Anschauen, jedoch ist dieser 40 Jahre junge Klamauk dann doch eher Geschmackssache und die Bondgirls wirkten etwas blass in ihrem Aufblühen. Auch der Sheriff des Vorgängers ist nun wenig unterhaltsam und abgesehen von "Schnickschnack" fehlt es dem Werk an Originalität :D!
Platz 24: Leben und sterben lassen: Tolle Bootsverfolgungen und ein noch frischer Sir Roger, aber das Voodoo-Setting und der Bösewicht wirkten doch etwas aufgesetzt. Dennoch ein nicht ungelungener Einstieg.
Platz 23: Diamantenfieber. Ein schwächerer Ur-Bond, obwohl man dem schottischen Sir doch so viel dafür bezahlt hat. Der Film lebt von seinem starken Finale auf der Öl-Plattform und ein paar bekannten Gesichtern aus der von Rainer Brandt geprägten Kultserie "Die 2", welcher sich auch für die Spencer- und Hill-Synchronisation verantwortlich zeichnete. Ein weiterer Gag aus meiner Nummer 23 war/ist das diplomatisch auftretende -jedoch eigentlich teuflische- Schwulenpaar.
Platz 22: GoldenEye. Historisch interessant da Bonds langersehnte Rückkehr, doch Brosnan wirkt zu fein für eine barsche Rolle. Ein erinnerungswürdiges Bond-Batgirl ist wohl Miss Onatopp ("ohne Top").
Platz 21: Stirb an einem anderen Tag. Wie Brosnans erster Auftritt der 90er, leidet auch der Erstling nach der Jahrtausendwende an Übertreibungswahn, wobei er im Gegenzug dessen aber zumindest an das 40-Jahres-Jubiläum entsinnen lässt.
Platz 20: Im Angesicht des Todes. Klasse Anfangssequenz in atemberaubender Berglandschaft, jedoch ein sichtlich gealterter Bond, den leider weiterhin die etwas unpassende Synchronstimme plagt.
Platz 19: Casino Royale (1967). Lustige Darbietung, wenn auch recht flach und unmotiviert...
Platz 18: Sag niemals nie. Gleich noch ein inoffizieller Film mit mehr Budget als "Octopussy" aus gleichem Jahr. Der Rentner-Bond in wunderschöner Unterwasser-Umgebung. Barbara Carrera ist ebenso wunderschön, jedoch fehlt es dem Film an Eigencharakter (liegt wohl daran dass es sich um ein Remake handelt).
Platz 17: Octopussy. Wie immer tolle Schauplätze und eine von weltpolitischer Relevanz seiende Hintergrundgeschichte. Leider fehlt es diesem Beitrag zur Filmreihe an andauernder Spannung. Dennoch wahrlich nicht der schlechteste 007 und ein wie immer fast parodistisch sprüchereißender Moore-Bond.
Platz 16: Ein Quantum Trost. Eigentlich ein knallhart grandioser Action-Thriller, aber für meinen Geschmack zu hektisch und schnell geschnitten. Die Drehorte wissen zu gefallen (Siena z.B., dort durfte ich mich auch mal aufhalten).
Platz 15: Moonraker. Der Film traf den schrill-bunten Zeitgeist der Spät-70er: überzogen realitätsfernes Riesenspektakel. Dennoch sehr sehenswert.
Platz 14: Goldfinger. Toller Film, keine Frage. Aber womöglich leicht überschätzt und gerade aufgrund der schönen Schweizer Aufnahmen zu kurz geraten. Fröbe als Schurke war übrigens wegweisend.
Platz 13: Der Morgen stirbt nie. Technisch aufwandsreiches Szenario mit herrlich machtgierigem Bond-Gegenspieler und tollen Fahrzeugen (inkl. Senator B im Hamburger Parkhaus). Einer der letzten Auftritte des betagteren Q´s.
Platz 12: Die Welt ist nicht genug. Brosnan again. Diesmal mit besserem Titelsong und tiefgründigerer Handlung, sowie einer traumhaften Sophie Marceau und der coolsten Synchronstimme eines Bond-Schurken (Martin Kessler).
Platz 11: Dr. No. Eigentlich nicht ganz mein Geschmack, aber es ist schlicht und ergreifend Kult, auch bzw. gerade nach über einem halben Jahrhundert.
Platz 10: Man lebt nur zweimal. Toller Einblick in die asiatische Kultur und interessante Aufmachung. Leider wirkte der Ur-Bond Anno 67 etwas lustlos agierend.
Platz 9: Skyfall. Modern und klassisch zugleich. So stellt man sich einen zwar recht langatmigen aber dennoch nicht langweiligen Serienteil vor. Außerdem erstmals eine weitaus attraktivere Miss Moneypenny.
Platz 8: Liebesgrüße aus Moskau. Tolle Melodien, exotisches Umfeld und realistischer Kalter-Krieg-Plot, daher nicht grundlos gut platziert!
Platz 7: Casino Royale (2006). Mit solch bombastischem Einstieg hätte bei Craig niemand gerechnet, doch der auf dem ersten Roman basierende Film überzeugt in seiner Darstellungsweise auf ganzer Linie. Auch der Aston Martin DB5 ist wieder zu bewundern.
Platz 6: Der Spion, der mich liebte. Die richtige Masse an Slapstick, dennoch ernstzunehmender als andere Bonds bei denen John Glen nicht Regie führte. Auch des Beißers Auftritte sind legendär, sowie die Ski- und Unterwasserszenen.
Platz 5: Feuerball. 1965 war der Film ein Meisterwerk an facettenreicher Inszenierung und ordentlichem Inhalt, sowie fortschrittlichen Gadgets. Connery´s Bester!
Platz 4: In tödlicher Mission. Der einzige Moore-Bond, welcher theoretisch jeden Abend im DVD-Player liegen könnte. Immer wieder gern, immer wieder angenehm und erstmals mit einem gewissen 80er Jahre Touch und Flair versehen.
Platz 3: Im Geheimdienst ihrer Majestät. Völlig unterschätztes Stück Filmhistorik. Der Gegner und Verbrecher des Films scheint zwar nicht derart gekonnt zu einem Teil des Film-Epos zu werden wie der connery-ähnliche Einmal-Bond Lazenby, dafür überzeugte aber die weniger konservativ und eher unabhängig emanzipiert auftretende Diana Rigg und das im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Ende macht dieses 69er Alpen-Spektakel zu einem Filmdrama, welches dennoch auch harmlose Seiten der Urlaubswelt repräsentiert und somit in guter -als auch in traurigerer- Hinsicht äußerst viel bietet.
Platz 2: Der Hauch des Todes. Ein grandioses Werk, welches allenfalls vom eigenen Nachfolger übertroffen wird. Außerdem ein Hauptdarsteller, welcher sich am ehesten an der ursprünglichen Figur orientiert und mit dem coolsten Bond-Car durch Österreich "cruisen" darf.
Platz 1: Lizenz zum Töten. Der sicherlich brutalste Film der Reihe und leider einer der eher Unerfolgreichen. ABER: Schönste Frau aller Zeiten am Set (Talisa Soto), überzeugenster mafiaartiger von korrupten Mitteln Gebrauch machender Schurke (Sanchez), sowie eine typisch passende Titelmusik individualisieren den Film ungemein gekonnt. Außerdem passte sich die Thematik der schwierigen Drogenpolitik perfekt der damaligen Zeit an, wenn auch in "Scarface" und "Miami Vice" noch intensiver behandelt. Der Film zeigt außerdem einen Rache nehmenden Bond, was den Film in diesem Falle weniger konventionell erscheinen lässt.

In diesem Sinne soweit mein Beginn im Rahmen dieses Forums.
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Bond '89 - Robert Davi

Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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Dienstag, 18. Februar 2014, 16:48

Willkommen im Forum :winke:

Da hast Du aber doch einige ziemlich "unorthodoxe" Ansichten (was gut ist, denn so ergeben sich spannende Diskussionen). Du dürftest wohl der Einzige sein, der CR '67 in den Top 20 hat (oder gar, der diesen Film überhaupt berücksichgt) oder der das Finale von DAF "stark" findet.

PS: Warum hast Du Deinen Beitrag hier im NSNA-Thread gepostet?

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Dienstag, 18. Februar 2014, 17:26

Danke erstmal für deine rasch entstandene Antwort.
Auf letztere Frage kann ich kaum plausibel antworten. Muss mich mit der Handhabung des Forums erst zurechtfinden, was aber in Bälde der Fall ist ;-)
Es vermag vielleicht tatsächlich für spannende Diskussionen zu sorgen, gleichwohl das Thema "Bester und schlechtester Bondfilm" sicher schon oftmals durchgekaut wurde.

Gruß
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