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Mister Bond

Felix Leiter

Beiträge: 1 630

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

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521

Dienstag, 16. Juni 2020, 00:31



Aber grundsätzlich bin ich etwas skeptisch, ob sich ein Darsteller mit einem zweiten Film oder mehreren grundsätzlich so stark verändert. Ich finde die Vorstellung immer recht zweifelhaft, dass ein Darsteller erst in die Rolle "reinfinden" muss. Bei 90% aller Rollen, die Schauspieler übernehmen, haben sie ja nur einen Film als Versuch, den sie entweder hinbekommen oder eben nicht. Ich sehe eigentlich bei keinem Darsteller eine so große Veränderung mit späteren Filmen, dass die Bewertung von nur einem Film oder von zwei zu unfair wäre. Außer vielleicht bei Connery eine Entwicklung zum schlechteren, aber das lag ja bei ihm auch nicht am Können. Mit DAF und NSNA hat er sich für mich so ziemlich die Bilanz verhagelt.

Ja, viel ändern nicht. Ich gehöre ja auch eher zu der Minderheit, die Roger Moore schon in LALD super fanden und ncht erst in TSWLM. Aber eben, auch das hatten wir häufiger, während good old Rog doch eher die Figur Bond konstant mit Laune spielte, ist das bei Connery und vielleicht auch Craig nicht so gewesen.
Connery wäre bei dir wohl als Darsteller auch weiter vorne, wenn er nur in einen seiner ersten vier Film spielte.
Ich vergleiche da echt eher die Debuts der Darsteller und da war der Schorsch für mich halt nicht cool genug.


Bei den Regisseuren habe ich mir auch überlegt, wie man die Anzahl der Filme irgendwie fair prozentual mit einbeziehen könnte. Aber die große Frage ist doch: Sind mehrere Filme eher eine Chance, sich zu verbessern, oder ein Risiko, abzubauen? Hätte Martin Campbell nur GE gemacht, wäre er bei mir viel weiter unten. Hätte Sam Mendes dagegen nur SF gedreht, wäre er weiter oben. Ebenso Guy Hamilton, hätte er nach GF keinen weiteren Bondfilm gemacht, würde man ihn wohl wesentlich positiver sehen, während Gilbert ohne SPY weniger gut dastehen würde. Deshalb bin ich mir etwas unschlüssig, wie man den Faktor der Anzahl der Filmes eines Regisseurs in so einer Formel optimal berücksichtigen könnte.


Kann man nicht, ist auch egal. Peter Hunt hat nun mal einen tollen Beitrag geliefert, Tamahori halt den schlechten.
Ich meine auch nur, dass man am einfachsten und wahrscheinlich gerechtfertigsten, erst mit drei oder vier Filmen einen Schnitt ziehen kann. Deshalb, obwohl Dalton und Lazenby nach Punkteschnitt ihrer Filme ganz vorne liegen, ziehe ich natürlich auch mein Bauchgefühl hervor und da mir von den sieben Moore-Filmen fast alle toll gefallen, ist er bei mir auch auf Platz 1.


Ps.: Claudine Auger ist für mich aber auch noch vor Luciana Paluzzi :love:

  • »Martin« ist männlich

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522

Dienstag, 16. Juni 2020, 16:09

Ich vergleiche da echt eher die Debuts der Darsteller und da war der Schorsch für mich halt nicht cool genug.


Der Schorsch ist doch aber auch jetzt schon auf dem letzten Platz, tiefer kann er auch so nicht mehr fallen. ;) Ich finde den Vergleich der Debüts eben auch nicht so fair für eine Bewertung der Darsteller, wenn manche in allen Filmen immer 100% gaben und andere sich irgendwann einfach nur noch auf die Strahlkraft ihres Namens verlassen und ihre Verträge erfüllt haben.

Scarpine

Verschlagener Korse

  • »Scarpine« ist männlich

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523

Donnerstag, 23. Juli 2020, 01:11

Die persönliche Bestenliste - 2020

01. On Her Majesty’s Secret Service
02. From Russia With Love
03. Thunderball
04. The Spy Who Loved Me
05. Goldfinger
06. Casino Royale'06
07. For Your Eyes Only
08. The World Is Not Enough
09. Doctor No
10. Skyfall
11. Moonraker
12. You Only Live Twice
13. Quantum Of Solace
14. The Man With The Golden Gun
15. Licence To Kill
16. The Living Daylights
17. Octopussy
18. GoldenEye
19. Live And Let Die
20. Spectre
21. A View To A Kill
22. Never Say Never Again
23. Tomorrow Never Dies
24. Diamonds Are Forever
25. Die Another Day
26. Casino Royale'54
27. Casino Royale'67


"So what's going on, James? They say [...], that you're finished."
"And what do you think?"
"I think you're just getting started." 8)
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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524

Dienstag, 3. November 2020, 05:55

FRWL hat Platz 1 erobert. Folgende Überlegung hat in den letzten Wochen dazu geführt:
OHMSS ist ein Ausnahme-Bond! Ich bin zu der Ansicht gekommen, dass zur Bewertung der Qualität in einem Bond-Film-Ranking hinzukommen muss, wie gut der Film das Genre repräsentiert. In dieser Hinsicht "arbeitet" FRWL effektiver!
Bei FRWL stimmt einfach alles:
Farbe, Handlung, Musik, Connery (Kleidung, Haarschnitt, Spiel-Enthusiasmus + -Ernsthaftigkeit), Henchman, Kerim Bey, Location (noch nie wurde Istanbul so malerisch eingefangen), nebenbei bejubele ich heute, dass Kaiser Konstantin erwähnt wird!
Der Film ist ein bewegtes Gemälde in bestem Technicolor!

Eine weitere kleine Veränderung hat QOS erreichen können:
Ein Platz rauf auf Kosten von Goldeneye. Ich bin einfach so zufrieden mit CR06, dass der Wunsch nach "mehr vom selben" sich oft anschließt!

Meine Rangliste:
1. From Russia with Love
2. On her Majesty`s Secret Service
3. Goldfinger
4. Skyfall
5. Doctor No
6. The Man with the golden Gun
7. Casino Royale 06
8. The Spy who loved me
9. Moonraker
10. Live and Let Die
11. Diamonds are Forever
12. For your Eyes only
13. A View to a Kill
14. Thunderball
15. The Living Daylights
16. Octopussy
17. Never Say Never Again
18. The World is not enough
19. Tomorrow Never Dies
20. You only live twice
21. Licence to Kill
22. Quantum of Solace
23. GoldenEye
24. Die Another Day
und
25. Casino Royale 67
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Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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525

Dienstag, 3. November 2020, 06:49

FRWL auf Platz 1... das könnte auch für mich passen :prost:

  • »Martin« ist männlich

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526

Montag, 9. November 2020, 00:51

"Liebesgrüße" auf Platz 1 finde ich auch sehr sympathisch. Der Film bietet die vielleicht beste Bonddarstellung überhaupt, einen der besten Gegenspieler und eine einzigartige, nie wieder erreichte Atmosphäre. Diese Überlegung, dass auf der 1 eigentlich ein typischer Bondfilm stehen sollte, hatte ich auch schon. Bei mir wäre dann anstelle von OHMSS TSWLM vorn.

Was mich aber wundert, ist, dass die beiden Daltons bei Dir relativ weit hinten sind. Daltons Bond finde wesentlich näher und authentischer am Buchbond als den von Craig.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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527

Montag, 9. November 2020, 03:40

"Liebesgrüße" auf Platz 1 finde ich auch sehr sympathisch. Der Film bietet die vielleicht beste Bonddarstellung überhaupt, einen der besten Gegenspieler und eine einzigartige, nie wieder erreichte Atmosphäre. Diese Überlegung, dass auf der 1 eigentlich ein typischer Bondfilm stehen sollte, hatte ich auch schon. Bei mir wäre dann anstelle von OHMSS TSWLM vorn.
OHMSS und FRWL haben in meiner Liste ja nur die Plätze getauscht. Und das vielleicht weniger, weil FRWL "ein typischer Bondfilm" ist als vielmehr, weil OHMSS in vieler Hinsicht es nicht ist (was ihn deshalb aber nicht schlechter macht).

Was mich aber wundert, ist, dass die beiden Daltons bei Dir relativ weit hinten sind. Daltons Bond finde wesentlich näher und authentischer am Buchbond als den von Craig.
Das Kriterium "authentischer am Buchbond" ist für die Liste nicht entscheidend: Es ist der Gesamt-Genuss, der aus vielen Qualitäten besteht und letzten Endes vermutlich einfach Geschmackssache ist.
Dass die Daltons vergleichsweise weit hinten sind, liegt auch nur daran, dass ich viele andere für so verflixt gut halte. TLD habe ich im Sommer ´87 in Madrid gesehen - 8 Mal!!! - und hielt/ halte ihn für extrem gut gelungen!!! Aber im Zweifelsfall frage ich mich immer, auf welchen Film ich eher verzichten würde, wenn ich nur eine begrenze Anzahl im Gepäck haben dürfte: Und da haben die 14 Werke, die vor ihm stehen, gewonnen. :)
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Django

Der Andere

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528

Montag, 9. November 2020, 07:38

weil OHMSS in vieler Hinsicht es nicht ist

Treffend geschrieben. Ich kann zwar die diversen Gründe nachvollziehen, die OHMSS "objektiv" zu einem Meisterwerk verhelfen - zumindest für gewisse Leute. Andererseits muss ich auch zugeben, dass ich mit diesem Film nie so 100%-ig warm wurde. Jedenfalls weniger als mit den vielen anderen Bondfilmen. Habe mir neulich das OHMSS-Hörspiel angehört. Während der Grundplot recht stringent ist, jedoch nicht über das Pulp-Niveau herauskommt, so sind diese abgedroschenen Phrasen über die weibliche bzw. Tracys "Psychologie" und was sie braucht einfach nur übelst. Ich bin echt kein Feminist oder Verfechter vorauseilender politischer Korrektheit (von Anstand und Respekt hingegen schon) und sehe das Ganze auch immer im Zusammenhang mit dem damaligen Zeitgeist, aber sorry - da sind einige Dialoge mehr als nur zum Fremdschämen :blush: . Und da das Ganze doch ziemlich 1:1 von der flemingschen Romanvorlage übernommen wurde, frage ich mich schon, auf welchem Trip er damals war (vor OHMSS hat er das diesbezüglich noch unsäglichere TSWLM herausgebracht :thumbdown: ).

  • »Martin« ist männlich

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529

Dienstag, 10. November 2020, 01:05

Während der Grundplot recht stringent ist, jedoch nicht über das Pulp-Niveau herauskommt, so sind diese abgedroschenen Phrasen über die weibliche bzw. Tracys "Psychologie" und was sie braucht einfach nur übelst. Ich bin echt kein Feminist oder Verfechter vorauseilender politischer Korrektheit (von Anstand und Respekt hingegen schon) und sehe das Ganze auch immer im Zusammenhang mit dem damaligen Zeitgeist, aber sorry - da sind einige Dialoge mehr als nur zum Fremdschämen . Und da das Ganze doch ziemlich 1:1 von der flemingschen Romanvorlage übernommen wurde, frage ich mich schon, auf welchem Trip er damals war (vor OHMSS hat er das diesbezüglich noch unsäglichere TSWLM herausgebracht ).


Ich hab das Buch schon länger nicht mehr gelesen, aber ich hab es in dem Punkt weniger drastisch in Erinnerung. Was im Film gar nicht erwähnt wird ist, dass Tracy ein Baby hatte von diesem Grafen, das dann an Kinderlähmung starb. Sie ist ernsthaft traumatisiert und suizidgefährdet. Draco will, dass sie einen Mann findet, der ihr Halt geben kann. Im Film drückt er das sehr patriarchalisch aus, im Sinne von beherrschen und gehorchen. Das ist sicher kritikwürdig, auch wenn der Grundgedanke - eine stabile Beziehung für Tracy - ja an sich nicht unanständig ist. Und letztlich stellt der Film ja auch heraus, dass Dracos Ansinnen im Endeffekt nicht funktioniert. Mal ganz abgesehen davon, dass es auch heute noch viele Frauen gibt, die den Wunsch nach einem dominanten Mann ausdrücklich betonen. Nicht umsonst wurde Sean Connery als Bond und Mann immer wieder als unerreicht sexy gepriesen, obwohl komischerweise gleichzeitig immer betont wurde, wie schlimm und sexistisch seine Filme waren.

Bond regiert auf Dracos Ansinnen prinzipiell ablehnend und sagt, dass Tracy professionelle psychologische Hilfe braucht, woran ich jetzt nichts Schlechtes erkennen kann. Nichts anderes würde ich in Bezug auf eine suizidgefährdete Person raten. Insofern sehe ich hier eigentlich eher Monologe als Dialoge. Er betont Tracy gegenüber, dass er eine Freundschaft auf Augenhöhe als Basis einer Beziehung möchte, und heiratet sie dann nicht wegen des Geldes oder um sie zu beherrschen, sondern aus Liebe. Und das, nachdem sie ihn gerettet hat, quasi als rettende Prinzessin auf dem weißen Pferd. Ich finde das sehr modern und fair. Wesentlich weniger sexistisch oder altbacken als in den Filmen davor, und auch denen danach. Das Frauenbild in den Filmen von Guy Hamilton empfinde ich da immer als extremen Rückschritt, fast in die 50er.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Martin« (10. November 2020, 01:12)


  • »Mr. Fogg« ist männlich

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Dienstag, 10. November 2020, 07:17

Wieder ein brillantes Plädoyer, @Martin!
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Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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531

Dienstag, 10. November 2020, 14:33

Zitat

Ich hab das Buch schon länger nicht mehr gelesen, aber ich hab es in dem Punkt weniger drastisch in Erinnerung.

Das mag sein... habe das Buch nämlich auch schon ewig nicht mehr gelesen :P . Und danke für Deine Einschätzung- Dennoch finde ich diese ganzen Szenen und Dialoge (im Film) irgendwie unpassend peinlich. Vermutlich ist es mir auch einfach zu "unbondig", zumal diese Szenen direkt rein gar nichts mit dem Blofeld-Hauptplot zu tun haben (ich denke sogar, dass das in der Bond-Historie einmalig ist: Bond trifft völlig unbeteiligte Frau bereits vor seiner Mission und zieht diese dann mit rein). Der einzige Zusammenhalt der beiden Handlungsstränge ist ja schliesslich Bond. Genau - das ist es wohl :think:. Und es geht mir hier nicht um das Frauenbild - da bin ich seeeeehr tolerant ;) . Obwohl mir OHMSS dann doch zu sehr in Richtung "Altherrenfantasien" geht

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Django« (10. November 2020, 14:49)